Flasche leer – aber noch längst nicht fertig: UPCYCLING Vasen aus Weinflaschen

Wenn über die Feiertage die ganze Familie oder der gesamte Freundeskreis zusammen kommt, dann wird nicht selten auch mal eine Flasche Wein geöffnet. Doch statt dann im Altglas-Container zu landen, kann man die leeren Weinflaschen auch ganz toll zum Basteln verwenden. Dabei gibt es viele Upcycling-Ideen, ich zeige euch heute mal eine super einfache Variante mit Tafelfarbe.

Vase_Tafelfarbe_3

Material:

  • leere Weinflaschen (oder alternativ auch andere Glasflaschen)
  • Tafelfarbe (gibt’s mittlerweile in vielen Farben)
  • Pinsel
  • evtl. Kreide

Ich habe für mein Projekt 3 Weinflaschen in unterschiedlichen Größen (0,375l, 0,5l und 0,7l) verwendet. Die Flaschen gut ausspülen und das Etikett entfernen. Die Glasoberfläche sollte schmutz- und fettfrei sein, sonst hält die Farbe nicht so gut. Die Tafelfarbe dann mit einem Pinsel gleichmäßig auftragen, dabei sind meist 2-3 Farbschichten notwendig. Die Farbe zwischendurch immer gut antrocknen lassen. Bis die Farbe dann auch wirklich wasserfest ist, sind meist 24 Stunden notwendig. Mit Kreide kann man dann den Vasen noch eine persönliche Note geben und dabei an Jahreszeit/Besuch etc. anpassen. Aber auch ganz schlicht in schwarz machen die Vasen eine tolle Figur.

Wünsch Euch ein sonniges Wochenende!

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Ostern im Glas: DIY Schokofreies Osternest

Nicht mal mehr eine Woche bis Ostern und damit höchste Zeit für den DIY- und Geschenke-Countdown. Wie auch schon an Weihnachten wird wieder tonnenweise Schokolade verschenkt, dabei ist dies ja nicht unbedingt jedermanns Sache. Ich greife selber auch lieber zur Tüte Gummibärchen als zu einer Tafel Schokolade. Daher habe ich mal ein kleines Oster-Mitbringsel für alle gebastelt, denen es ähnlich geht und ich bin mir sicher, dass sich auch Schoko-Freunde darüber freuen werden…

Osterglas

Material:

  • Altglas (bei mir z.B. leere Olivengläser)
  • ggf. schwarze Acrylfarbe
  • schwarzer Lackstift
  • Gummibärchen in Hasenform
  • grüne Fruchtgummischnüre
  • evtl. Geschenkband

Als Verpackung für mein schokofreies Osternest habe ich mal wieder die Altglas-Kiste geplündert. Ich versuche ja generell so oft es geht Upcycling beim Basteln einzubauen. Um die großen Feiertage wie Ostern fällt ja eh schon genug Müll an, da passt das eigentlich ganz gut. Zunächst müssen die leeren Gläser gut gespült und das Etikett entfernt werden. Falls der Decke einen Aufdruck hat, diesen mit schwarzer Acrylfarbe bemalen. Wie auch schon beim Leipzig-Windlicht, habe ich mich wieder ans Handlettering gewagt. Dieses Mal mit „ostern“ als Schriftzug und einem kleinen Häschen zur Ergänzung. Wer da wie ich nicht so geübt ist, macht sich am besten eine Vorlage, die innen ins Glas gelegt wird. Die Linie dann mit einem Lackstift nachzeichnen, ich setze dabei den Stift immer wieder ab. Gefüllt wird das Oster-Glas mit grünen Gummischnüren als Ostergras und Schaumzucker-Häschen. Wer möchte kann noch etwas Geschenkband herum machen und fertig ist das Oster-Mitbringsel, das in meiner Ausführung weniger als 1€ pro Glas kostet.

Mein Leipzig lob ich mir: UPCYCLING Windlicht mit Handlettering

Handlettering ist ja so eine Sache, die bisher an mir vorbei gegangen ist. Nicht falsch verstehen, mitbekommen habe ich den Trend natürlich. Doch auch wenn ich mir die tollen DIYs aus Pinterest, Instagram & Co. gerne anschaue, selber war es bisher einfach nichts für mich. Was Handgeschriebenes angeht, bin ich ja schon froh wenn ich meine eigene Sauklaue am nächsten Tag wieder entziffern kann. Dies war schon zu Schultagen so und dass man heutzutage fast nur noch am PC oder Smartphone tippt, macht es nicht unbedingt besser. Daher finde ich diesen Trend ja auch so schön, denn dadurch bleibt das geschriebene Wort doch noch etwas in Erinnerung.

Windlicht_Leipzig

Material:

  • Altglas (in meinem Fall alte Honiggläser)
  • Lackstifte
  • Papier/Stift für die Vorlage
  • doppelseitiges Klebeband
  • Teelicht

Für mein erstes Handlettering-DIY habe ich mir eine Kombination aus Schriftzug und abstrakter Skyline ausgesucht, hier am Beispiel von Leipzig. Bevor auf dem Glas geschrieben werden kann, muss das ausgesuchte Altglas zunächst gut gereinigt werden. Nach etwas Einweichzeit in warmen Wasser lassen sich die meisten Etiketten ganz leicht entfernen. Wichtig ist zudem, dass die Glasoberfläche fettfrei ist, also lieber nochmal mit Spüli darüberwischen, sonst hält der Lackstift später nicht richtig.

Ich habe nicht direkt auf dem Glas geschrieben, sondern mir zunächst eine Vorlage auf Papier erstellt. Dafür ausmessen welchen Umfang das Glas hat, hierbei am besten innen messen. Denn bei dickeren Gläser kann es einen großen Unterschied machen, wenn außen gemessen wurde und am Ende ist die Vorlage zu lang. Das musste ich bei meinem ersten Versuch auch feststellen, aber Lernen gehört bei DIY einfach dazu. Für meine Windlichter habe ich neben dem Wort Leipzig noch 5 bekannte Sehenswürdigkeiten der Stadt herausgesucht. Diese ergänzen dann den Schriftzug und der gesamte Umfang des Glases wird genutzt. Hier bietet es sich an zur Inspiration im Internet nach Skyline-Wandtatoos zu suchen.  Bei Leipzig habe ich mich für das Völkerschlachtdenkmal, den Citytower, das Messe-Zeichen, das Bundesverwaltungs-gericht und die Nikolaikirche entschieden.  Wenn die Vorlage soweit passt, dann mit doppelseitigem Klebeband im Glas innen befestigen.

Nun geht es endlich ans eigentliche Schreiben. Ich habe nicht den ganzen Schriftzug am Stück geschrieben, sondern mehrmals abgesetzt. Gerade am Anfang kann es zudem etwas ungewohnt sein, dass man durch die Dicke des Glases nicht direkt auf der Linie der Vorlage nachzeichnet, aber das gibt sich eigentlich recht schnell. Sollte doch mal etwas nicht so passen, dann lässt sich der Lackstift meist einfach ausbessern, hierfür eignen sich je nach Stift Nagellackentferner, Reinigungsbenzin oder wenn man alles wieder entfernen möchte auch einfach Wasser und Stahlwolle. Sobald der Schriftzug einmal herum fertig ist, fehlt nur noch ein Teelicht und fertig ist das Windlicht.

Für mehr Farbe im Alltag: DIY Konfetti-to-go-Gläser

Fasching ist zwar schon längst wieder vorbei, aber an manchen Tagen läuft einfach alles schief und man braucht etwas, das einen aufheitert. Daher gibt’s heute mal ein DIY für all die doofen Tage, an denen einfach nur noch etwas Konfetti streuen hilft.

Konfettiglas_1

Material:

  • Konfetti (alternativ als Upcycling Locher + alte Zeitschriften)
  • kleine Gläser mit Verschluss
  • Lackstifte

Die kleinen Konfetti-to-go-Gläser sind schnell gemacht. Ich habe zwar gleich mal wieder etwas Upcycling eingebaut indem ich das Konfetti selber mit dem Locher aus alten Frauenzeitschriften gemacht habe, wer aber hier noch Reste von Fasching oder einer Party hat, kann in ein paar Minuten was tolles zaubern. Mit Lackstiften habe ich auf die Gläser passende Sprüche aufgemalt und dann die Gläser mit Konfetti gefüllt. Diese DIY-Idee eignet sich natürlich auch super zum Verschenken…

 

 

Schmetterlinge im Bauch äh Glas: DIY/UPCYCLING frühlingshafte Windlichter

Pünktlich am Dreikönigstag kam bei mir die Weihnachtsdekoration wieder in ihre Kisten und seitdem herrschte doch etwas Leere was Deko angeht. Über einen Monat später ist es nun also höchste Zeit für neue Dekoration, im Gegensatz zu den eisigen Temperaturen draußen, soll es drinnen nun schon langsam frühlingshaft werden…

Windlicht_Schmetterling_1

Material:

  • alte Gläser
  • Klebefolie
  • Vorlage
  • Pinsel
  • Acrylfarbe
  • Spitzenband
  • Klebstoff
  • Teelichte

Ich weiß schon gar nicht mehr wann ich das letzte Mal ein Windlicht/Teelichthalter fertig im Geschäft gekauft habe. Es gibt einfach zu viele tolle Ideen wie aus Altglas mit einfachen Mitteln individuelle Dekoration gebastelt werden kann. Für diese Windlichter habe ich leere Olivengläser verwendet, dazu diese gut ausspülen und die Etiketten entfernen. Damit die Farbe gut hält, muss die Glasoberfläche schmutz- und fettfrei sein. Im Internet habe ich nach Schmetterling-Vorlagen gesucht und diese dann je Glas 6x aus Klebefolie ausgeschnitten und auf das Glas geklebt. Fürs Bemalen habe ich dieses Mal Acrylfarbe verwendet, die gibt es schon für unter einem Euro je Tube. Von oben nach unten habe ich einen Farbverlauf aufgemalt, dazu einfach mit mehreren Pinseln die Farbe feucht in feucht vermalen. Die von mir verwendete Farbe hat gut gedeckt, weshalb nur eine Farbschicht reichte. Nach dem Trocknen der Farbe dann die Klebevorlagen vorsichtig entfernen. Um das Gewinde oben zu verdecken, habe ich ein Textilband in passender Schmetterlingsform angeklebt, Spitzenbänder bieten sich dafür aber auch super an. Dann nur noch ein Teelicht rein und fertig ist das Windlicht.

Windlicht_Schmetterling_2Windlicht_Schmetterling_3

Wünsch euch ein schönes und kreatives Wochenende!

Make Waste Great Again: UPCYCLING Schale aus Altpapier

Da sortiert man fleißig mal die ganzen gelesenen Zeitschriften aus und dann ist die Papiertonne bereits bis zum Brechen voll. Mittlerweile kann ich sagen zum Glück, dass meine Nachbarn mal wieder die Versandkartons unverändert reingeworfen haben und so schon nach 2 Tagen die Tonne voll war, denn so habe ich mich wieder an eine Idee erinnert, die ich vor Ewigkeiten mal gesehen hatte: Eine Schale aus Altpapier…

Schale_Altpapier_1

Material:

  • alte Zeitschriften
  • Lineal, Cuttermesser & Unterlage
  • Klebestreifen
  • durchsichtiger Klebstoff (z.B. Tapetenkleister oder Sprühkleber)
  • evtl. durchsichtiger Acryllack & Pinsel

Gleich mal vorweg, dieses DIY ist doch etwas zeitaufwändiger als man vlt. zuerst denken mag. Ich habe nicht auf die Uhr geschaut, aber habe nebenher bestimmt ein Dutzend Serienfolgen angeschaut. Für die Schale werden zunächst die Zeitschriften in Streifen geschnitten, ich habe dabei für meine Schale eine komplette Ausgabe des Focus verwendet. Es bieten sich dabei Zeitschriften an, die in der Mitte nur mit Klammern verbunden und nicht geklebt sind. Dies hat den Vorteil, dass man die Doppelseiten verwenden kann, was längere Streifen bedeutet. Diese Doppelseiten habe ich in 8cm breite Streifen geschnitten. Diese Streifen dann jeweils von beiden Seiten 2x zur Mitte hin falten, der Streifen ist dann nur noch 2cm breit und beide Seiten zusammenklappen, dass am Ende ein knapp 1cm breiter Streifen entsteht.  Die einzelnen Streifen werden nun nach und nach alle aufgerollt, dabei die Enden jeweils mit etwas Klebestreifen verbinden. Wichtig ist, dass die Streifen möglichst eng aufgerollt werden, sonst wird es später zu unstabil. Mit der Zeit entsteht so eine immer größer werdende Scheibe.

Aus der Scheibe wird nun die Schale geformt, wie genau habe ich im oben verlinkten Video mal gezeigt. Je nachdem was für eine Form ihr haben wollt, einfach mehr oder weniger stark drücken, je stärker die Streifen auseinander gedrückt werden, desto höher wird die Schale, gleichzeitig damit aber auch instabiler. Dabei darauf achten, dass die Streifen noch genug überstehen und niemals eine Lücke entsteht, da ansonsten die ganze Arbeit umsonst war. Falls ihr eine passende Schüssel/Teller als Vorlage habt, könnt ihr die Scheibe auch damit formen. Damit die Form stabil bleibt, nun mit einem durchsichtigen Klebstoff oder Sprühkleber fixieren. Wer möchte kann nach dem Trocknen noch mit einem durchsichtigen Acryllack versiegeln.

Schale_Altpapier_4Schale_Altpapier_3

Ich finde die Schale hat schon fast etwas von Kunst. Zudem ist jede Schale anders und damit einzigartig. Sie kann einfach so als Dekoration dienen, aber natürlich auch zweckmäßig gefüllt werden, dabei allerdings darauf achten, dass die Schale nicht für unverpackte Lebensmittel geeignet ist.

Schale_Altpapier_2

Wünsch euch ein schönes und kreatives Wochenende!

 

Upcycling zum Abschminken: DIY wiederverwendbare Wattepads

Es ist doch immer wieder erschreckend wieviel Müll in Deutschland Jahr für Jahr anfällt, zwar kann aufgrund der Mülltrennung ein Teil wiederverwertet werden, doch trotzdem wäre es viel besser, wenn erst gar nicht so viel Müll produziert werden würde. Viele fordern daher mehr Engagement von der Politik, doch dabei kann jeder für sich selber überlegen, wo er einen kleinen Beitrag zur Müllvermeidung leisten kann. Den Anspruch auf „Zero Waste“ finde ich zwar löblich, ist aber für die Meisten von uns gar nicht umsetzbar.

Als ich letzte Woche meine große Einkaufsliste für die Drogerie machte, kamen ganz selbstverständlich Abschminkpads drauf. Da ich mich nur selten schminke, produziere ich natürlich keine Wattepadberge, doch schon alleine für die Gesichtsreinigung landen täglich 1-2 Pads im Mülleimer. Doch dann fiel mir wieder eine tolle DIY-Idee ein, die ich in der Vergangenheit schon mehrfach im WordPress-Reader oder auf Instagram gesehen hatte: Wiederverwendbare Wattepads aus Stoffresten.

Wattepads_1

Material:

  • Frotteestoff (z.B. alte Handtücher)
  • Stoffreste
  • Nähmaschine
  • Schere, Garn, Stecknadeln

Die Form der Pads ist dabei frei wählbar, ich habe mich klassisch für Kreise entschieden. Was die Anzahl angeht, so hängt dies natürlich vom persönlichen Verbrauch ab. Ich habe für den Anfang mal 25 Stück genäht, dies sollte 2-3 Wochen reichen, so lange dauert es bei mir meistens bis eine 60°C-Wäscheladung voll ist. Aus den beiden Stoffe jeweils die Kreise ausschneiden und dann mit der Nähmaschine zusammennähen. Da Frotteestoff ja sehr stark fusselt, habe ich zunächst mit einem Geradstich rechts auf rechts genäht, dabei eine Wendeöffnung lassen. Das Pad nun wenden und dann nochmal den Rand mit einem Zickzackstich absteppen.

Wattepads_5Wattepads_3Wattepads_4Wattepads_2

Die Pads können wie die Einmal-Variante verwendet werden, wobei es kleine Einschränkungen gibt. Wer ganz empfindliche Haut hat, dem kann der Frotteestoff eines normalen Handtuchs zu grob sein und zu Hautreizungen führen. Hier kann Microfaser  (z.B. Putztücher) eine Alternative sein. Nach Benutzung sammle ich die Pads in einem kleinen Beutel aus Netzstoff, bis zur nächsten Wäsche so gammelt nichts. Ich empfehle eine 60°C-Wäsche, am besten ohne Weichspüler. Manche Make-up Produkte wie wasserfeste Mascara oder langanhaltende Lippenstifte könnten hier Probleme machen, da sie evtl. nicht herausgewaschen werden, habe selber dazu aber bisher keine Erfahrungswerte.

Ich finde die wiederverwendbaren Pads eignen auch super als Geschenk-Idee, z.B. als Teil eines Wellness-Set mit Pflegeprodukten oder zusammen mit einem Gutschein für die Kosmetikerin.

#2018DIYDONTBUY: Ich bin dabei

Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr 2018 gerutscht! Und wie immer gilt auch dieses Jahr: „neues Jahr = neue Vorsätze“. Passend dazu hat die liebe Lisa von meinfeenstaub eine tolle Aktion ins Leben gerufen: #2018DIYDONTBUY. Sie hat es sich dabei als Ziel gesetzt im Jahr 2018 keine Kleidung (mit kleinen Ausnahmen) zu kaufen, sondern stattdessen alles selber zu nähen. Einen ganz so extremen Anspruch habe ich nun nicht an mich, aber auch ich möchte versuchen dieses Jahr bewusster das Thema Modekonsum zu betrachten.

Was Shoppen angeht so bin ich doch oft ein leichtes Opfer, zwar nicht unbedingt wenn es darum geht jeden Trend mitzumachen, aber zu sehr lasse ich mich von Angeboten und roten Schildern in den Geschäften bzw. Online zum Kauf verführen. Zwar hat es sich in den letzten Jahren schon deutlich gebessert, doch spätestens wenn wieder -50% in den Schaufenstern oder Newsletter-Überschriften steht, ist um mich geschehen. Mein Schwabenherz freut sich über die Ersparnis, wenngleich ich ja eigentlich noch mehr gespart hätte, wenn ich mir die Sachen erst gar nicht gekauft hätte.

So hat sich in den letzten fünf Jahre seit meiner Gewichtsabnahme doch einiges an Kleidung angesammelt, wovon ich so im Alltag grob geschätzt nicht mal 10% anziehe. Parallel dazu wird auch mein Nähberg immer größer. Stoffe, alte Kleidung für Upcycling, angefangene Nähprojekte – die kreativen Augen sind einfach größer als meine Hände mit der Nähmaschine nachkommen. Manches UFO liegt da schon seit Jahren, doch ich entdecke eben immer wieder neue tolle Ideen.

Ich möchte daher #2018DIYDONTBUY hauptsächlich nutzen um den gefühlten Näh-Mount Everest deutlich zu verkleinern. Beim Kauf von Kleidung werde ich versuchen dem hundertsten 1€-Schnäppchen zu widerstehen und stattdessen lieber ausgewählte hochwertige Stücke zu finden, an denen ich mich hoffentlich auch noch in ein paar Jahren erfreuen werde und endlich wieder öfters in Second-Hand-Läden und auf Flohmärkten vorbeischauen. Ich bin gespannt wie es sich bei mir im Laufe des Jahres so entwickelt, einmal im Monat wird es hier auf dem Blog ne kleine Zusammenfassung geben. Das Tolle an solch einer Aktion ist natürlich auch die Erfahrungen, Ideen & Ergebnisse der anderen zu sehen, wenngleich ich dabei sicherlich auch viele „Das will ich auch nähen“-Moment haben werde.

Mehr zur #2018DIYDONTBUY Aktion erfahrt ihr bei Lisa auf ihrem Blog.

1 Idee – 1000 Möglichkeiten: UPCYCLING Adventskranz 2.0

Advent, Advent… Was Dekoration angeht, so habe ich ja einen leichten Hang zu Kitsch und lebe nun mit Ü30 meine als Kind nie gehabte Mädchenphase aus. Wenn auch etwas spät, so zeige heute ich mal eine Idee, die sich super dem eigenen Stil anpassen lässt und bei der die Variations-Möglichkeiten von minimalistisch bis super-kitschig schier unendlich sind.

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Material:

  • 4 leere Dosen (z.B. Singleportionen Mais, Erbsen, etc.)
  • Tablett (egal ob rund oder länglich, die 4 Dosen müssen aber gut Platz haben)
  • 4 Teelichter
  • kleiner Bohrer (alternativ Hammer und Nagel)
  • allerlei Dekorationsmaterial

Bereits im letzten Jahr hatte ich einen Upcycling-Adventskranz gebastelt, damals mit Altglas, dieses Jahr sind nun Dosen an der Reihe. Aus den Dosen werden dabei Advents-Teelichthalter, dazu einfach mit einem Bohrer die Zahlen 1-4 bohren. Wer keinen Bohrer zur Hand hat, kann auch Hammer und Nagel verwenden. Zusammen mit dem Tablett ist so auch schon die minimalistische Variante fertig.

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Wer dann aber doch etwas mehr Dekoration möchte, kann nun einfach nach Belieben das Tablett dekorieren. Ich habe für euch als Inspiration einfach mal 4 Varianten zusammengestellt, die sich mit den silberfarbenen Dosen zaubern lassen:

  • Natur pur mit Zapfen, Tannennadeln, Eicheln, Hagebutten

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  • traditionell mit Tannengrün und Rot

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  • girly mit pinken Kugeln und jede Menge Glitzer

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  • schlichte Eleganz in weiß & Silber

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Wem das Silber nicht so ins eigene farbliche Weihnachtskonzept passt, kann die Dosen nach dem Bohren natürlich auch noch anmalen/einsprayen. Je nach zusätzlich verwendeter Dekoration, kann man einen tollen und individuellen Adventskranz schon für unter 10€ basteln. So hat das von mir verwendete längliche Tablett nur 3€ gekostet. Vieles von den verwendeten Dekoartikeln hat man evtl. schon zu Hause, kann man in der Natur selber sammeln oder für wenig Geld in den „Kruschtläden“ erstehen. Zudem lässt sich das Tablett auch nach der Weihnachtszeit weiterhin mit anderer Dekoration verwenden.

Wünsch euch einen schönen ersten Advent!

HAPPY HALLOWEEN: Upcycling-Idee Kürbis-Windlicht

HALLOWEEN – Ein Fest, das wie der Valentinstag mittlerweile eigentlich komplett dem Konsumwahnsinn verfallen ist. Als ich noch in Baden-Württemberg wohnte, kam mir Halloween eigentlich immer ganz recht, denn da dort Allerheiligen gesetzlicher Feiertag ist, konnte man immer ganz entspannt feiern. Nun hier in Sachsen-Anhalt ist dagegen der Reformationstag frei (okay dieses Jahr aufgrund des Reformationsjubiläums deutschlandweit), weswegen Halloween schon am 30.10. gefeiert wird. Für mich ist dies jedes Jahr aufs neue einfach komisch und zeigt doch, dass es gar nicht mehr um den Tag an sich geht, sondern die Leute einfach die angebotenen Waren kaufen sollen. Trotz der Kritik greife ich Halloween dekotechnisch natürlich auch hier gerne auf, doch statt dem angebotenen Plastik-Ramsch, versuche ich mich lieber etwas an Upcycling.

Halloween_Windlicht_1

Material:

  • leeres Glas (z.B. Nutella)
  • orangefarbener Nagellack
  • Klebefolie
  • Spülschwamm
  • grünes Geschenkband oder Wolle
  • schwarzer Filzstift
  • weißer Karton
  • Teelicht

Diese Art des Upcycling hatte ich bei meinen Monstera-Windlichtern bereits Schritt für Schritt erklärt. Die Umsetzung ist eigentlich ganz einfach. Für mein Kürbis-Windlicht habe ich aus der Klebefolie Augen, Nase & Mund des Kürbisses ausgeschnitten und aus das leere Nutella-Glas geklebt, die Stellen bleiben dadurch frei. Mit einem Spülschwamm habe ich dann das komplette Glas außen 2x mit Nagellack betupft.  Der Nagellack trocknet ja recht schnell, weswegen keine längeren Wartezeiten beim Basteln entstehen. Dann die Klebefolie vorsichtig abziehen und die Ränder noch mit einem schwarzen Filzstift betonen. Das Drehgewinde des Glases habe ich mit einem grünen Band verdeckt, woran noch ein kleines „Süßes sonst gibt’s Saures“-Schild befestigt wurde.

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Wer nicht so der Windlicht-Fan ist, die Idee für Halloween aber trotzdem basteln möchte, kann das fertige Kürbisglas dann einfach mit Süßigkeiten füllen und als Mitbringsel für die Halloween-Party verwenden.