Aller guten Dinge sind drei: Deutsche Post Ladies Run 2017

Und schon wieder ein Non-DIY-Beitrag, aber keine Sorge bald gibt es wieder tolle Anleitungen zum Selbermachen. Zuvor aber noch meine Erlebnisse vom diesjährigen Deutsche Post Ladies Run in Leipzig. Mittlerweile gehört dieser Lauf für mich im August einfach dazu, denn bereits zum dritten Mal habe ich daran teilgenommen und da es im Jahr 2015 meine erste Laufveranstaltung überhaupt war, ist es auch immer wieder aufs Neue etwas besonderes für mich.

2017 war lauftechnisch bisher nicht so mein Jahr, erst seit Juni schnüre ich wieder regelmäßig die Laufschuhe, daher habe ich mich dieses Jahr nur für die 5km-Strecke entschieden. Da bei der Anmeldung per Freistart auch keine Möglichkeit zur Wahl der Zeitmessung war zudem auch ohne offizielle Wertung. Von einer neuen PB bin ich ja sowieso meilenweit entfernt, so war es doch ein ganz angenehmes Gefühl mal ohne Druck laufen zu können. Sommerläufe sind ja generell nicht so meins, aber die großen Laufserien machen in Leipzig eben meist mitten im Sommer Halt. Doch dieses Jahr hat Petrus wohl endlich mal meine Gebete erhöht, denn bewölkt und nicht zu heiß waren optimale Laufbedingungen und meine Menstruationsbeschwerden waren am Lauftag ja irgendwie schon Strafe genug.

Die Strecke war wieder die gleiche wie in den Vorjahren, wenngleich dieses Mal stärker abgesperrt, wodurch der erste Kilometer eher einem Viehtreiben glich und an Laufen nicht so wirklich zu denken war. In diesem Zusammenhang finde ich es einfach schade, dass sich viele Läuferinnen bei der Startaufstellung derart falsch einschätzen und so den Verkehr aufhalten. Klar soll beim Ladies Run mehr der Spaß im Vordergrund stehen, doch ist es eben nervig zickzack laufen zu müssen, zumal es dieses Jahr auch Markierungen in Startbereich gab bezüglich der angestrebten Zielzeit. Da ich nicht auf volles Tempo gelaufen bin, konnte ich auch zum ersten Mal bei einem Lauf auf der Strecke am Trinkstand widerstehen, denn in der Vergangenheit hatte ich mich jedes Mal verschluckt, muss das Trinken während dem Laufen wirklich mal extra trainieren. Umso mehr freute ich mich dann aber auf die Zielverpflegung, nach 28:20 Min war ich laut meiner Uhr im Ziel und damit auch wirklich zufrieden. Das Angebot überraschte mich dieses Jahr, Essen konnte ich aufgrund meiner Menstruations-Übelkeit zwar nichts, aber das alkoholfreie Bier tat nach der Anstrengung gut und es gab sogar noch einiges zum Mitnehmen. Mir hat es auch dieses Jahr wieder gefallen und in Bezug auf die T-Shirts wurde auch endlich die Kritik der letzten Jahre erhört und anders bedruckt, so ist das Tragegefühl deutlich besser und ich werde das Shirt sicher auch so mal zum Laufen anziehen.

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Zum ersten Mal im Fußballstadion: Testspiel RB Leipzig – Stoke City

Nun hat es mich auch erwischt, statt Samstag Nachmittag gemütlich auf dem Sofa zu liegen oder im SALE nach Schnäppchen zu suchen, ging es für mich letztes Wochenende zum ersten Mal ins Fußballstadion. Aber Moment mal… Nein ich wurde nicht gezwungen, vielmehr war es ja sogar meine eigene Idee. Dass es 30 Jahre gedauert hat, bis ich mal zum Fußball ins Stadion gehe, ist vlt. doch etwas ungewöhnlich. Zu Kindertagen ging es mit den Eltern mehr zu Leichtathletik- und Wintersportveranstaltungen und auch unter meinen Exfreunden war jetzt kein riesen Fußball-Fan dabei. Wie viele andere Frauen auch, schaue ich mir gerne die Spiele bei EM und WM im TV an, aber bisher hatte es mich nie gereizt viel Geld auszugeben und mich ins Gedränge eines Stadions zu stürzen.

Im letzten Jahr hat sich das nun etwas geändert, da ich viel Zeit in Leipzig verbracht habe, wird man doch von der dortigen Fußball-Euphorie angesteckt. Von vielen Leuten für die fehlende Tradition verurteilt, habe ich persönlich kein Problem damit, dass der Verein erst seit wenigen Jahren existiert und wer sich über die Finanzhilfen des großen Getränkeherstellers beschwert, der vergisst, dass es beim Fußball mittlerweile doch überall fast nur noch ums Geld geht. Nein ich bin auch kein Fan der „Brause“, vor Ewigkeiten mal probiert aber nicht so meins, trotzdem finde ich gut was dort nun in Leipzig auf die Beine gestellt wurde und Grund genug mir das mal aus der Nähe anzuschauen.

Mit dem Erfolg in der letzten Saison und der Champions League-Teilnahme war klar, dass es in der neuen Saison schwer wird an Karten zu kommen, aber zum Glück fanden in der Vorbereitung einige Testspiele statt, eines davon auch im Heim-Stadion, der RedBull Arena. Für 10€ gab es unkompliziert Tickets für das Testspiel gegen die englische Premier League-Mannschaft Stoke City (als kleine Anmerkung: ist der zweitälteste noch existierende Fußballverein der Welt, das hat dann selbst für mich etwas von Ironie). Wie bei anderen Großevents auch empfiehlt sich die frühzeitige Anreise, hier ist es in Leipzig ein großer Vorteil, dass sich das Stadion mitten in der Stadt befindet und die Eintrittskarte zudem für den öffentlichen Nahverkehr gilt. Schon Stunden vor dem Spiel war einiges los, da für dieses Spiel im Sektor B freie Platzwahl galt, machten auch wir uns schon zur Stadionöffnung auf den Weg. Zum Glück war es nicht zu warm, denn Sicherheit geht beim Fußball eben vor und dementsprechend hat es doch recht lange gedauert bis wir durch die Kontrollen waren. Dann ging es die – nach meiner morgendlichen Laufrunde zumindest mir – endlos erscheinenden Treppen hoch und dann wieder herunter zur RedBull Arena, welche sich ehrwürdig im geschichtsträchtigen Zentralstadion befindet. Zur WM 2006 gebaut, stand das Stadion jahrelang leer und wird nun wieder bespielt.

Für mich war es schon ein toller Anblick und dabei ist dieses Stadion ja noch eher eines der kleineren innerhalb der Bundesliga. Wir suchten uns mittig in der Kurve gute Plätze, weiter unten wäre zwar auch noch vieles frei gewesen, aber beim späteren Platzregen war es eine gute Entscheidung etwas geschützt unter dem Dach zu sitzen. Nun hieß es abwarten, langsam füllten sich die Ränge, etwas komisch war es schon, dass aufgrund der erwarteten niedrigeren Nachfrage nach Karten nicht alle Sektoren geöffnet waren und man so auf die leere Tribüne blickte, aber auch die über 20.000 Zuschauer machten genug Stimmung.

Man merkte die lange Sommerpause schon etwas, denn selbst beim Warm-Up wurde die Mannschaft von den Fans lautstark bejubelt. Fans, so wird über RB Leipzig ja immer wieder gesagt, das sind auch besonders viele Familien und tatsächlich den Stereotyp des männlichen, betrunkenen Fußballfans sucht man im Stadion vergebens. Da hatte ich andere Kindheitserinnerungen als meine Eltern bei der Ausflugsplanung immer genau darauf geachtet haben, ja nicht mit Fußballfans im gleichen Zug zu sitzen. Klar ist das bei einem Testspiel nochmal etwas anderes als bei einem Punktspiel in der Liga, Pokal, etc., aber trotzdem habe ich mich als Frau zu keinem Zeitpunkt unwohl gefühlt.

Das Spiel selber war dann weniger spektakulär, wurde am Ende dann auch leider 1:2 verloren, aber trotzdem war die Stimmung im Stadion gut. Im Anschluss an das Spiel gab es noch die offizielle Vorstellung des Kaders der kommenden Saison und als angekündigtes Highlight noch ein riesen Fanfoto mit der Mannschaft. An sich eine schöne Idee, aber die Umsetzung war dann etwas ungünstig, da bereits vor der Ansage Fotos gemacht wurden und ich natürlich mal wieder die Augen zu habe und wild am gestikulieren bin, aber naja das ist halt typisch Moni.

Für mich insgesamt aber eine gelungene Stadion-Premiere und wenn es dann unter der Saison mal noch Tickets gibt, geht’s bestimmt wieder in die Redbull Arena.

Running in the Rain: Mitteldeutscher Marathon 2016

Am vergangenen Wochenende stand mein Laufhighlight 2016 an, der 10km-Lauf im Rahmen des Mitteldeutschen Marathons quasi vor der Haustüre hier in Halle. Zwar konnte ich verletzungs- und erkältungsbedingt die letzten Wochen nur eingeschränkt trainieren, aber ich hätte mich wohl selbst halb tot an den Start gequält und so ging es getapt und mit Schmerztablette intus ins Rennen.

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Hitzeschlacht im September: Stadtlauf Leipzig 2016

Mein Laufjahr 2016 hatte ich frühzeitig geplant und dieses Mal passten die Termine auch super zusammen: im August der Deutsche Post Ladies Run, September dann der Stadtlauf von SportScheck & BMW und im Oktober schließlich der Mitteldeutsche Marathon. Da ich ja etwas hitzeempfindlich bin und mein Körper im Alltag ab 25°C – und beim Laufen schon ein paar Grad vorher – allmählich in den Ruhemodus fährt, sollte der Ladies Run mehr ein Test werden und erst die Läufe im September & Oktober dann hoffentlich die Früchte des Trainings tragen. Aber wenn es in Deutschland mitunter an Weihnachten wärmer als im Juli ist, dann kann eben auch im September alles anders kommen.

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Geballte Energie: DIY Müsli-Kugeln mit Quark

Der Sommer steht vor der Tür und daher scheint es gefühlt nur noch ein Thema zu geben: So schnell wie möglich und mit so wenig Aufwand wie nötig zur Bikinifigur. Doch ganz so einfach wie es einem die Frauenzeitschriften verkaufen möchten, ist es dann doch leider nicht. In Profitgier wird einem da alles Mögliche an Pulvern, Riegeln, Tabletten, etc. angedreht, dabei kann man sich mit einer gesunden Ernährung & Sport das meiste davon sparen. Mit wenig Aufwand & Zutaten kann man sich zu Hause gesunde Snacks selber backen, die einem gleichzeitig noch Energie fürs Workout geben.

Müslikugeln

Benötigte Zutaten:                                              (für etwa 30 Kugeln)

  • 250g Magerquark
  • 2 Eier
  • 50g Mandeln gemahlen
  • 150g Trockenobst
  • 100g kernige Haferflocken
  • 75g Honig
  • 50g Sonnenblumenkerne
  • 50g Leinsamen
  • 30g gepuffter Amarant
  • 30g Chia-Samen
  • Vanillepulver
  • evtl.  Zutaten zum Wälzen der Kugeln

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Lauf Moni, lauf: Mein Sport-Ich feiert Jahrestag

Am 18. Januar 2015 ging es mit knallrotem Kopf und nach Luft ringend zum ersten Mal an die Saale. Ich hatte mich unter die Jogger gewagt, wobei von „joggen“ war ich damals noch sehr weit entfernt. 30 Minuten lang ging ich abwechselnd joggend/gehend an meine Konditionsgrenzen und hatte am Ende 3,3 km geschafft. Heute, genau ein Jahr später, dauert meine morgendliche Joggingrunde knapp 1 Stunde und ich schaffe dabei schon über 9km. Dazwischen liegt ein Jahr voller Qualen, Glücksgefühle, Schmerzen, Disziplin, Erfolge und Shoppingräusche.

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Ich weiß schon gar nicht mehr wie ich eigentlich damals auf die Idee gekommen bin zu joggen, denn eigentlich hasste ich mein Leben lang jedwede Fortbewegung schneller als Schrittgeschwindigkeit. Was war ich froh als die Cooper-Tests mit dem Abitur aufhörten, aber wie so oft beginnen so ohne Zwang die verrücktesten Dinge einem Spaß zu machen. Gerade die ersten Wochen waren mehr Qual als Spaß, aber ich machte langsam Fortschritte. Meine Jogging-Phasen wurden immer länger, entsprechend immer weniger musste ich zum Ausgleich gehend absolvieren. 2 Mal die Woche ging es an die Saale und zusätzlich dazu noch 1 Mal die Woche zu Aerobic X-Bo. Knapp 3 Monate hat es gedauert bis ich meine Runde, die inzwischen auf 3,7km gewachsen war, durchjoggte. So langsam war mein Ehrgeiz geweckt und ich meldete mich für die 5km Strecke beim Stadtlauf in Leipzig an. Meine Laufhäufigkeit stieg auf 3 Mal pro Woche an und zusätzlich besuchte ich mit Ganzkörperworkout noch einen zweiten Fitnesskurs.

Die Temperaturen stiegen und ich konnte meine Laufrunde kontinuierlich erweitern – alles schien so super bis irgendwann mein Knie Probleme machte. Typisch Hobbyläufer machte ich erstmal normal weiter, bis ich irgendwann nicht mal mehr die Treppen schmerzfrei herunter kam. Diagnose Läuferknie – mein Traum von der Finisher-Medaille schien zu platzen. Doch ich wollte nicht aufgeben, mehrmals täglich wurde gedehnt, gekühlt, gecremt und dazu noch getapt. In den Fitnesskursen kämpfe ich mich durch um meine Muskulatur zu verbessern und dann versuchte ich mich noch an der Wunderwaffe „Faszienrolle“. Irgendwie hatte es funktioniert und mit langen Spaziergängen bereitete ich mich auf den Trainingseinstieg vor, zusätzlich gab es eine neue Laufrunde ohne Brücken oder sonstige Anstiege/Abstiege.

Nach mehreren Wochen konnte ich wieder schmerzfrei laufen und selbst am heißesten Wochenende des Jahres war ich früh morgens unterwegs. Zwischenzeitlich hatte ich noch Freistarts für den Deutsche Post Ladies Run gewonnen und daher immer fest mein Ziel vor Augen: 5km unter 30 Minuten zu laufen. Meine beiden Fitnesskurse hatten inzwischen Sommerpause, da ging es nun 4 Mal die Woche zum Joggen. Mitte August fuhr ich ferienzeitbedingt alleine nach Leipzig zum Ladies Run, Mensch was war ich aufgeregt. Eigentlich war die Startzeit 15 Uhr viel zu spät für mich und die Nachmittagssonne erst recht mein Feind. Da ich mich viel zu spät an den Dixieklos angestellt hatte, musste ich von ganz hinten mit den Nordic Walkerinnen starten, das hatte aber auch seine Vorteile, denn so kam ich nicht in die Versuchung zu schnell zu beginnen und konnte im Laufe der 5km Runde nach und nach jede Menge anderer Läuferinnen überholen, das motiviert zusätzlich. Mit einer Nettozeit von 0:29:06 kam ich ins Ziel und hatte meine Mission somit erfolgreich beendet. 3 Wochen später stand dann der BMW und SportScheck Stadtlauf auf dem Programm, dieses Mal hatte ich Unterstützung durch meine Mitbewohner. Aufgrund der Blockeinteilung ging es deutlich flüssiger voran und ich kam mit 0:27:00 über die Ziellinie, konnte meine Zeit vom Ladies Run also nochmal verbessern. Nach diesen beiden tollen Läufen war ich hoch motiviert und hab mir für 2016 gleich das Ziel gesetzt die 10km zu laufen, am besten unter 1:00:00. Dementsprechend wird meine Laufrunde nun immer etwas größer.

Jetzt den Winter über heißt es durchhalten, es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Mit Thermo-Laufkleidung und meinen Winter-Trail-Laufschuhen macht die Runde durch die verschneite Landschaft selbst bei Minusgraden richtig Spaß. Seit neuestem versuche ich mich zusätzlich zu 3x Laufen und 2x Fitnesskurs auch am Heimtraining mit einer 8kg Kettlebell, so ein 20 Minuten-Workout hat es echt in sich und macht gleichzeitig super viel Spaß.

Falls ihr schon immer mit dem Gedanken gespielt habt, mit dem Joggen anzufangen, fangt einfach an! Wer weiß vlt. entwickelt ihr genauso eine Leidenschaft dafür wie ich 🙂 In dem Sinne wünsche ich euch einen sportlichen Start in die neue Woche!

Beim ersten Mal war’s noch schwer, beim zweiten Mal nicht mehr so sehr: Stadtlauf Leipzig

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Vergangenen Sonntag stand mein zweiter Lauf auf dem Programm, es ging wieder nach Leipzig zum BMW und Sport Scheck Stadtlauf. Wie auch beim Ladies Run vor 3 Wochen, hatte ich mich wieder für die 5km Distanz angemeldet. Da es im Training zwischenzeitlich eigentlich ganz gut lief, war mein Ziel meine Bestzeit von 00:29:06 zu knacken.

Beim zweiten Lauf ist vieles natürlich einfacher: weniger Aufregung, man kennt die Abläufe und stellt sich rechtzeitig an den Dixiklos an^^ Da es dieses Mal eine Blockeinteilung gab, habe ich mich im vorderen zweiten Block aufgestellt, so ging es deutlich flüssiger los als beim Ladies Run. Die Strecke war zwar etwas anders, ging aber trotzdem wieder durch die schöne Altstadt von Leipzig. Zur Unterstützung waren dieses Mal auch meine Mitbewohner dabei, doch es war gar nicht so einfach sie am Streckenrand zu erblicken.

Leider hatte ich meine Pulsuhr vergessen, so konnte ich nur erahnen wie ich in der Zeit lag. Im Ziel dann die Freude, ich war schneller als letztes Mal, die genaue Nettozeit wusste ich noch nicht, aber auch die Bruttozeit war besser. Nun bekam ich erstmal meine Finisher-Medaille und dann gings zur Zielverpflegung. Gestärkt und etwas erholt suchte ich dann mein Ergebnis: Mit einer Nettozeit von 00:27:00 war ich über 2 Minuten schneller als beim Ladies Run und belegte bei den Frauen Platz 91 und in meiner Altersklasse sogar Platz 19. Zur Belohnung durfte ich nun den schwitzenden Läufern zuschauen, denn anschließend war noch der 10km Hauptlauf.

Jetzt mit den kühler werdenden Temperturen werde ich mein Sportprogramm wieder etwas reduzieren – endlich mehr Zeit für die ganzen liegen gebliebenen Kreativprojekte – aber trotzdem versuchen den Winter durchzulaufen, denn für 2016 habe ich mir ein neues Ziel gesetzt: 10km 🙂

Läuft bei dir? Deutsche Post Ladies Run Leipzig

Sport ist Mord? Nicht mit mir! Joggen war dabei eigentlich lange Zeit mein Kryptonit. Ich habe es einfach nur gehasst, egal ob im Schwimmverein, beim Schulsport (btw. Cooper Test war doch einfach nur ein Folterinstrument) und auch im Erwachsenenalter. Hätte mir jemand letztes Jahr gesagt, dass ich mal freiwillig morgens vor 6 Uhr aufstehe um am heißesten Tag des Jahres meine Runde zu laufen, den hätte ich wohl ausgelacht. Doch seit Ende Januar schnüre ich nun regelmäßig meine Laufschuhe, zu Beginn 2 Mal die Woche aufgrund fehlender Kondition abwechselnd joggend und gehend 3km, mittlerweile sind es 4 Mal die Woche mit 4,5 – 5 km.

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Der Weg dahin war nicht einfach, lange Zeit war es morgens einfach nur kalt und nicht nur einmal joggte ich durch Schneeflocken. Doch auch wenn ich so manches Mal am Liebsten im Bett liegen geblieben wäre, so war ich hinterher um so glücklicher meinen inneren Schweinhund überwunden zu haben. Ende Mai erlebte ich dann einen Rückschlag, von Lauf zu Lauf machte mein Knie immer mehr Probleme bis irgendwann nicht mal mehr Treppensteigen ohne Schmerzen möglich war. Diagnose Läuferknie, ich war frustriert. Doch nach 6 Wochen Regeneration, Übungen mit der Blackroll, verstärktem Krafttraining, langsamen Trainingsaufbau und Streckenwechsel konnte ich meine morgendliche Runde wieder schmerzfrei absolvieren.

Die ersten Wochen waren größtenteils noch Qual, aber mit der Zeit machte mir das Joggen immer mehr Spaß. So konnte ich bald verstehen, dass man süchtig danach werden kann und es reizte mich dann immer mehr auch mal an einem offiziellen Lauf teilzunehmen. Auf Facebook wurden von Teekanne dann Freistarts für die Deutsche Post Ladies Run Serie verlost und ich hatte das Glück für Leipzig zu gewinnen.

Vergangenes Wochenende war es dann so weit. Am Samstag ging es zunächst zum Abholen der Startunterlagen ins Ladies Town auf dem Marktplatz nach Leipzig. Neben einem Shirt gab es noch einige tolle Give Aways der Sponsoren. Gleichzeitig nutzte ich die Zeit um mir den Streckenverlauf anzuschauen, bisher kannte ich die Leipziger Innenstadt ja nur vom Shoppen. Der Rundkurs ging vom Marktplatz aus sehr schön durch die Altstadt, vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie etwa der Nikolaikirche, doch so mit normalem Schritt kam mir die Strecke ewig vor und ich hatte leichte Zweifel.

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Am Sonntag war dann der 5km Lauf, da es mein erster Lauf war, war ich natürlich aufgeregt und viel Neues kam auf mich zu. Beispielsweise die Uhrzeit, ich hatte ja bisher immer ganz früh morgens trainiert, da war 15 Uhr schon eine Umstellung. Zum Glück war das Wetter nicht zu heiß, wobei ich schon vor dem Start ganz schön am Schwitzen war, ich bin was die Hitze angeht ja etwas empfindlicher als der Normalo. Ungewohnt war auch die Tatsache nicht mehr alleine zu laufen, sondern mit hunderten anderer Frauen, gerade die ersten Minuten waren da doch sehr anstrengend, nur im Schneckentempo ging es voran. Da ich vor dem Start doch zu lange vor den Toiletten warten musste, konnte ich nur von sehr weit hinten starten, doch das hatte auch seinen Vorteil, es ist einfach ein super Gefühl nach und nach immer mehr Läuferinnen überholen zu können. Trotzdem musste man natürlich sehr viel mehr aufpassen und Rücksicht auf die anderen nehmen, weswegen ich auch auf meine geliebte Motivations-Musik verzichtete. Zwar habe ich im Training durch die Clip-Kopfhörer die Musik nie so laut, dass ich nichts mehr von meiner Umwelt mitbekomme, aber sicher ist sicher. Mit einer Nettozeit von 00:29:06 h habe ich dann das Ziel erreicht und meinen ersten Lauf gleich mit einer neuen persönlichen Bestzeit beendet. Erschöpft und glücklich konnte ich mich dem Verpflegungs-Programm im Zielbereich widmen: Bananen, Müsliriegel, Alkoholfreies Bier, Saftschorlen, Wasser, Joghurt und zum Feiern natürlich noch ein Prosecco.

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Es hat super viel Spaß gemacht und als Premiere nur unter Frauen war der Ladies Run für mich perfekt. Vom Event selber habe ich leider kaum Fotos, da ich alleine nach Leipzig gefahren war. Aber dank dem Sponsor ARAG gibt es ein Video von meinem Zieleinlauf.

 

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Doch wie heißt es so schön nach dem Lauf ist vor dem Lauf, zwar gönne ich mir jetzt erstmal 2 Tage Pause, aber am Mittwoch werden auch schon wieder die Laufschuhe geschnürt.

Wünsche euch einen guten Start in die Woche 🙂