Hochstapeln erwünscht: DIY Etagere mit Schallplatten

In Zeiten des Smartphones als Alleskönner ist es gerade für die jüngere Generation nur schwer vorstellbar, wie Musikhören früher ausgesehen hat. Wenn gleich Vinyl in den letzten Jahren wieder in Mode gekommen ist, so verkommen doch Millionen von Schallplatten in den Kellern und auf Dachböden. Dabei lassen sich aus den schwarzen Scheiben ganz tolle Sachen machen.

Material:

  • 2 bzw. 3 Schallplatten in unterschiedlichen Größen (darauf achten, dass in der Mitte nur ein kleines Loch ist)
  • Haartrockner
  • Bausatz für Etagere
  • schwarzer Lack
  • selbstklebender Dichtungsstreifen oder Filz

Zunächst müssen die Schallplatten mit dem Haartrockner in die wellige Form gebracht werden. Wer sich die Arbeit ersparen möchte oder die Etagere lieber mit den flachen Schallplatten haben möchte, kann diesen Arbeitsschritt natürlich auslassen. Auch wenn die Schallplatten so an sich recht stabil wirken, kann man sie doch mit einem normalen Haartrockner erwärmen, sodass sie formbar werden. Für die mittlere Schale, habe ich einfach eine große Schallplatte verkleinert. Dies geht, wenn man die Schallplatte erwärmt und vorsichtig den gewünschten Rand abschneidet. Die entstandene Kante dann am besten noch etwas abschmirgeln, damit es später keine Verletzungen gibt. Die Schallplatte zum Formen auf einen rundgewölbten Untergrund legen (Müslischale, Teller, oder Schüssel – jeweils passend zur Größe der Schallplatte) und nun mit dem Haartrockner erwärmen. Es dauert nicht lange und die Schallplatte beginnt sich zuverformen. Durch die Wölbung des Untergrundes entsteht eine schöne gewellte Schalenform, man kann aber auch vorsichtig mit der Hand etwas nachhelfen. Die Platten kühlen schnell wieder ab und die Form ist dann fest. Nun die drei Schalen mit dem Bausatz verbinden. Aufgrund der vorhandenen Löcher in den Schallplatten geht dies super einfach. Da die erhältlichen Bausets eher für Etageren aus altem Porzellan gedacht sind und Teller in der Regel unten leicht nach innen gewölbt sind, steht bei meiner Schallplatten-Etagere die unterste Schraube etwa 2mm raus. Dadurch ist der Etagerenboden nicht flach und wirkt wackelig. Um dies auszugleichen habe ich einfach ein paar Streifen von einer Schaumstoff-Dichtung für Fenster/Türen abgeschnitten und um die Schraube herum geklebt. So steht alles stabil und weder Etagere noch Tisch werden verkratzt. Die Etagere kann nun gefüllt werden, hierbei nur darauf achten, wieviel Gewicht die einzelnen Schalen vertragen, denn Schallplatten sind unterschiedlich dick. Da sich die Schalen bei Wärme wieder verformen können, sollte man die Etagere im Hochsommer besser nicht in der prallen Sonne stehen lassen.

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Nie mehr kalte Füße: DIY Hüttenschuhe

Alle Jahre wieder… Hoffe ihr habt die Weihnachtsfeiertage gut überstanden und seid reichlich beschenkt worden. Traditionell wird bei uns in der WG vor Weihnachten gewichtelt, so muss man nicht nach vier Geschenke suchen, sondern kann sich auf eine Person konzentrieren, zudem macht das Raten – wer denn jetzt wen hat – mindestens genauso viel Spaß. Ein Teil meines Geschenks an mein diesjähriges Wichtelopfer Meli musste natürlich DIY sein. Da ihre derzeitigen Hausschuhe schon auseinander fallen und sie sich daher neue wünschte, war schnell klar was gebastelt wird.

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Alle Jahre wieder: DIY FIMO Geschenkanhänger

Ich muss zugeben, dass ich lange mit mir gerungen habe, denn eigentlich habe ich dieses Jahr ja bereits Geschenkanhänger gebastelt. Doch dann wurde das schlechte Gewissen so groß, dass ich meine FIMO Kiste herausgesucht habe um meine traditionellen Anhänger zu basteln. Gar nicht so einfach ein Motiv zu finden, denn in den letzten Jahren hatte ich ja bereits tolle Ideen umgesetzt. Da es zudem noch schnell gehen musste, habe ich mich für diese einfachen Zuckerstangen entschieden. Eignet sich super für alle, die noch last Minute etwas basteln wollen.

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Zum Dahinschmelzen: DIY Ostereier mit Wachsmalstiften

Ostereierkunst ist mir quasi in die Wiege gelegt worden, denn meine Mutter hat während meiner Kindheit jedes Jahr zwischen Weihnachten und Ostern die Wohnung in eine große Osterwerkstatt verwandelt. Egal ob bemalt, durchlöchert, bestickt oder gekratzt – alles war dabei. Ich selbst habe mich in den letzten Jahren ja auf die FIMO-Ostereier konzentriert, möchte heute aber mal eine Technik meiner Mutter vorstellen, natürlich farblich passend für mein Mädchenzimmer.

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Benötigtes Material:

  • ausgeblasene Hühnereier
  • Wachsmalstifte auf Ölbasis
  • Teelicht
  • Wattestäbchen
  • weißer Lackstift
  • evtl. weißes Geschenkband

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Zwischen dem Ausblasen der Eier und der Weiterverarbeitung sollten einige Tage liegen, damit die Eier gut durchtrocknen können. Beim Ausblasen schon darauf achten, dass sich keine Risse in der Schale befinden und die Oberfläche keine größeren „Kalkfehler“ hat . Eigentlich ist es egal ob weiße oder braune Eier, mit farbintensiven Wachsmalstiften (ich habe CARAN d’ACHE® NEOCOLOR I verwendet) sind selbst auf braunen Eiern helle Farbtöne möglich. Die Farben wirken allerdings anders, also einfach ausprobieren. Wer möchte kann mit einem Bleistift das Muster vorzeichnen. Nun die Flächen mit den Wachsmalstiften ausmalen, dabei nicht bis ganz außen malen und die Fläche muss auch nicht vollständig mit Farbe bedeckt sein. Das Ei nun an die Flamme des Teelichts halten, nicht zu nahe damit es keine schwarzen Rußflecken gibt. Durch die Wärme schmilzt die Wachsmalkreide leicht und kann nun mit dem Wattestäbchen gleichmäßig verrieben werden, so entsteht eine Art Aquarell-Effekt. Nachdem alle Flächen bearbeitet wurden, die Kanten mit dem weißen Lackstift nachzeichnen, evtl. sind mehrere Schichten nötig bis die Linien deckend sind. Falls die Eier aufgehangen werden sollen, nach dem Trocknen mit Hilfe eines Drahts das Geschenkband durchfädeln und unten verknoten.

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Na, seid ihr auch schon im Oster(eier)-Fieber?

Beschwipste Käferlein: DIY Marienkäfer

Wie versprochen kommen in den nächsten Wochen vor Ostern ein paar detaillierte Anleitungen zu meinen Bastelideen des Kreativprojekts „Frühlingserwachen mit Ferrero“, den Anfang machen heute diese kleinen süßen Marienkäfer mit Schuss.

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Benötigtes Material:

  • Mon Cheri
  • rotes Transparentpapier
  • Styroporkugeln
  • schwarzer Filzstift
  • schwarze Acrylfarbe
  • Wackelaugen
  • Stecknadeln mit schwarzem Kopf
  • evtl. grüner Bastelkarton

Zunächst die Styroporkugeln mit der schwarzen Farbe bemalen, am einfachsten geht das, wenn man die Kugel auf einen Zahnstocher sticht, so kann man sie auch zum Trocknen fixieren. In der Zwischenzeit die Flügel aus dem Transparentpapier ausschneiden, meine Flügel sind tropfenförmig. Mit dem Filzstift nun die Punkte aufmalen, je nach verwendetem Stift kurz antrocknen lassen damit die Punkte nicht verschmieren. Mit einer Heißklebepistole die angemalte Styroporkugel und die Flügel ankleben. Nun nur noch die Stecknadeln und Wackelaugen anbringen und schon sind die beschwipsten Käferlein fertig. Wer möchte, kann aus etwas grünem Bastelkarton noch Blätter als Unterlage ausschneiden.

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Die fertigen Marienkäfer machen sich super als Tischdeko zur Frühlings- und Osterzeit, können aber auch so das ganze Jahr über als Glücksbringer oder Mitbringsel verschenkt werden.

Wünsch euch noch einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die neue Woche!

nutella meets VODKA: DIY winterlicher Schoko-Likör

Gestern Abend fand bei uns in der WG das traditionelle Wichteln statt. Daher kann ich euch heute endlich einen Teil meiner diesjährigen Geschenkidee vorstellen. Dieses Mal hatte ich Katharina gezogen, die neben ihrer Schwäche für Nutella seit ihrem letztjährigen Russland-Auslandssemester gerne mal etwas Vodka trinkt. Daher habe ich aus beiden Zutaten das perfekte Geschenk für sie kreiert.

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Zutaten (ergibt etwa 1,1l):

  • 400g Nutella
  • 350ml Vodka
  • 200ml Kondensmilch (10%)
  • 100-150g Zucker
  • 5 Tütchen Vanillezucker
  • Zimt

Die Kondensmilch mit Zucker, Vanillezucker und Zimt in einem Topf erwärmen. Das Nutella anschließend hinzufügen und solange rühren bis sich alles gut vermengt hat. Den Topf nun von der Herdplatte nehmen und den Vodka einrühren. Am Besten einen kleinen Schluck probieren, je nach Belieben kann noch etwa Zucker oder Zimt hinzugefügt werden. Der Likör hat bei mir knapp 15% vol. Alkoholanteil, hier kann man aber selber noch etwas variieren und entsprechend die Komponenten verändern. Da Vodka doch einen sehr starken Eigengeschmack hat, merkt man diesen auch im Schokolikör noch etwas. Wer daher nicht so darauf steht, kann stattdessen auch eine andere Alkoholkomponente, wie etwa Korn, verwenden. Nach dem Abkühlen in eine Flasche füllen und anschließend kühl lagern. Aufgrund der Kondensmilch innerhalb weniger Wochen aufbrauchen.

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Tradition muss sein: DIY FIMO Weihnachts-Geschenkanhänger 2015

Ja jede Beziehung hat mal einen Durchhänger, so auch das Dreamteam FIMO & Ich. Dieses Jahr gab es einfach zu viele andere verlockende DIY-Ideen, sodass die Knete kaum aus der Schublade kam. Aber jetzt zur besinnlichen Zeit wird wieder fleißig geknetet, denn meine Weihnachtstradition der FIMO Geschenkanhänger ist an der Reihe.

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Im Gegensatz zu den letzten Jahren verwende ich dabei dieses Mal keine Plätzchenausstecher, sondern forme die kleinen Anhänger mit der Hand. Als Motiv habe ich mir dafür dieses Mal kleine Geschenke ausgesucht. Geschenke als Geschenkanhänger? Das mag vlt. zunächst etwas komisch erscheinen, aber ist natürlich durchdacht. Während in meiner Kindheit Weihnachtsgeschenke große Kartons in Weihnachtspapier gehüllt und mit großer Schleife bedeuteten, so verschenke ich mittlerweile meist selbstgebastelte Kleinigkeiten, die durch eine Kartonverpackung einfach nicht so toll zur Geltung kommen würden und daher meist in einen Hauch von Geschenkfolie, Organzastoff, etc. verpackt werden. In dieses Verpackungsszenario passen die klassischen Geschenke als Geschenkanhänger natürlich super rein.

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Das Basteln der Anhänger ist dabei ganz einfach. Man benötigt nur FIMO in 2 verschiedenen Farben und kleine Metallstifte mit Ösen. Aus dem FIMO kleine Kugeln formen und diese dann zwischen Daumen und Zeigefinger beider Hände in Würfelform kneten. Wenn man die Kanten etwas ausgeprägter möchte, einfach alle 6 Seiten des Würfels nacheinander auf eine flache Ebene drücken. Für das Geschenkband nun aus der anderen Farbe lange, dünne FIMO-Würste formen und um den Würfel legen. Aus der gleichen Farbe noch die Schleife formen und leicht andrücken. Zuletzt die Metallöse in den Würfel stecken und dann geht’s für 30 Min bei 110°C in den Backofen.

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Meine kleinen Geschenke bilden zusammen mit ebenfalls selbstgebastelten kleinen Moosgummi-Tannenbäumen ein tolles Bild an meinen diesjährigen Geschenken. Und wer nicht genug von Weihnachten bekommen kann, kann die kleinen Anhänger natürlich auch als Ohrringe umfunktionieren, ich sag mal so der Rentierpulli war gestern^^

Pink am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen: DIY Kissenbezug mit Spruch

Es ist Mitte August und die Tage werden wieder kürzer. Besonders fällt mir das nun morgens auf, während ich vor ein paar Wochen ohne Probleme um 6 Uhr aufstehen konnte um zu Joggen, so möchte ich mich jetzt um diese Uhrzeit im Halbdunkeln am liebsten unter der Decke verkriechen und nochmal 2 Stunden schlafen. Dementsprechend ist auch der morgentliche Blick in den Spiegel nicht sehr beliebt, aber wie so oft im Leben, geht’s mit etwas Humor gleich viel leichter.

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Ein Lächeln ins Gesicht zaubert mir dabei seit neuestem dieses Kissen. Grundlage dafür war ein Kissenbezug, den ich vor einigen Monaten selber genäht hatte. Schon damals wollte ich ihn mit pinker Stoffmalfarbe noch etwas aufmotzen, hatte aber keine Ideen bis mir dann der Spruch vor die Nase kam, der sich einfach perfekt für ein Kissen eignet. In liebevoller Kleinstarbeit habe ich diesen nun während der letzten verregneten Tage auf eines der Kissen gemalt. Da die Farbe leicht glitzert passt es perfekt in meinen Mädchen-Traum.

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Wer hat die Kokosnuss geklaut: DIY Teelichthalter mit Urlaubsfeeling

Die etwas kühleren Temperaturen sind für mich ein Segen. Während andere über die „Kälte“ nur jammern, sorgt sie bei mir wieder für neue Energien, die natürlich gleich kreativ genutzt werden. So entstanden diese tollen Teelichthalter mit Urlaubsfeeling.

Kokosnuss_Teelicht_2Benötigtes Material:

  • Kokosnuss
  • kleine Säge
  • Schlitzschraubenzieher
  • Hammer
  • Dekosand (Vogelsand als gute Alternative)
  • Muscheln (oder kleine Schneckenhäuser)
  • Teelichte

Das Öffnen einer Kokosnuss ist ja so eine Sache. Es gibt dazu viele Anleitungen / Videos im Netz. Ich habe zunächst mit einem Schraubenzieher in eines der Grübchen ein Loch gebohrt und so das Kokoswasser abgegossen. Dann mit der kleinen Säge  rundherum die spätere Bruchstelle einsägen, in diese Kerbe dann einen Schlitzschraubenzieher ansetzen. Vorsichtig mit einem Hammer nun auf den Schraubenzieher einschlagen, nach ein paar Schlägen sollte, der Schlitzschraubenzieher schon in Inneren der Nuss abgekommen sein. An einer anderen Stelle der Kerbe das gleiche wiederholen bis sich langsam Risse entlang der Kerbe bilden. Solange wiederholen bis der Riss die gesamte Kokosnuss umgibt und man sie öffnen kann. Dabei nicht wundern, bei mir ist der Riss nicht genau entlang der gesägten Kerbe verlaufen, aber so ist das eben bei DIY. Das Fruchtfleisch mit einem Messer entfernen, die Nusshälften gut ausspülen und trocknen lassen.

Die Hälften nun nur noch mit Dekosand füllen und ein Teelicht in den Sand stellen. Ich gebe noch einige gesammelte kleine Schneckenhäuser als Muschelersatz in den Sand. Für mückengeplagte Balkone oder Terassen kann man auch Cintronella-Teelichte nehmen, das sieht einfach viel besser aus als die käuflichen Mückenschutz-Windlichter.

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Erfrischend und lecker: DIY alkoholfreier Hugo-Sirup

Na toll da ist heute Sommeranfang und ich sitze mit Pulli und langer Hose rum. Aber wenn das Wetter schon nicht mitspielt, dann entschwinde ich ich eben gedanklich in sommerlichere Gefilde, da darf das passende Getränk natürlich nicht fehlen. Was waren das für Zeiten, als Hugo einfach nur ein Vorname war. Aber Shopping-Queen sei dank, kennt heute wohl jeder das Frauengetränk Nr. 1. Auch ich gehöre zu den begeisterten Anhängern und kann das leckere Getränk eigentlich das ganze Jahr schlürfen – egal ob im Sommer zur Grillparty oder im Winter gemütlich in der Badewanne.

Bis vor kurzem habe ich dafür immer gekauften Holunderblütensirup benutzt, bis ich von einer Freundin selbstgemachten Sirup geschenkt bekommen habe. Oh man was war das für ein Geschmackserlebnis, nun kann ich wohl nie mehr den industriell hergestellten Sirup trinken. Da sich die kleine Flasche aber schnell geleert hat, habe ich mich passend zur Blütezeit mal auf die Suche nach den begehrten Dolden gemacht. Da ist es hilfreich, dass Halle (Saale) für eine Großstadt sehr grün ist und es nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt mit dem Naherholungsgebiet entlang der Saale genug Pflückmöglichkeiten für Holunderblüten gibt. Noch besser ist es aber natürlich wenn man auf eine Pflückquelle im eigenen Garten zurückgreifen kann.

In den letzten Wochen habe ich mir nun einen guten Vorrat an Holunderblütensirup erkocht. Aber immer wieder kam mir dabei die Idee, die Zitronenscheiben einfach durch Limette zu ersetzen, denn dann fehlt eigentlich nur noch die Minze für das Hugo-Feeling.

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Benötigte Zutaten:

  • Holunderblüten (mind. 25 Dolden – hängt natürlich etwas von der Größe ab)
  • 1 l Wasser
  • 1 kg Zucker
  • 25g Zitronensäure
  • 1 Limette
  • einige Minzblätter
  • leere Flaschen

Hugo_Sirup_2Die Dolden gut ausschütteln, damit vorhandenes Kleingetier verschwindet. Generell darf man nicht sehr tierscheu sein, denn beim Sammeln kam mir in den letzten Wochen so einiges 6- und 8-Beiniges ungewollt in die Tüte. Waschen sollte man die Dolden aber nicht, da dabei die Pollen entfernt werden. Nun die Blüten von den groben Ästen entfernen, ich mache das immer mit der Hand, man kann natürlich aber auch eine Schere verwenden und in eine große Plastikschüssel geben. Die Limette und die Minzblätter in kleine Stücke schneiden und dazugeben.

Hugo_Sirup_3In einem Topf das Wasser zum Kochen bringen und den Zucker und die Zitronensäure dazu geben. Nicht wundern, die Zitronensäure ist zusätzlich zur Limette für eine bessere Haltbarkeit des Sirups. Mit dem kochenden Zuckerwasser dann die Holunderblüten übergießen und das Ganze abkühlen lassen. Die Mischung sollte nun für 2-3 Tage an einem kühlen und dunklen Ort gut durchziehen lassen.

Hugo_Sirup_4Die Mischung wird nun abgesiebt. Fürs Grobe zunächst mit einem Metallsieb, im 2. Schritt dann am besten mit einem Tee- oder Kaffeefilter filtern, so wird der Sirup klarer und die Haltbarkeit wird erhöht. Mit dem Kaffeefilter erhält man das „sauberste“ Ergebnis, dauert aber auch am längsten, da der Papierfilter andauernd durch die Blütenreste verklebt.

Hugo_Sirup_5Der Sirup wird nun nochmal für wenige Minuten aufgekocht und anschließend in Glasflaschen abgefüllt. Aufgrund des ganzen Einmach-Hypes gibt es zwar überall schöne Gläser und Flaschen für das Selbstgemachte zu kaufen, größtenteils sind die Sachen aber nur überteuert. Da ist es vorteilhaft wenn man immer mal wieder schöne Flaschen und Gläser aufhebt, so spart man doch einiges an Geld 🙂

Für das Hugo-Erlebnis nun nur noch den Sirup mit Sekt und Wasser im gewünschten Verhältnis mischen. Natürlich kann man den Sekt auch weglassen und hat dann ein tolles alkoholfreies Erfirschungsgetränk. Wer möchte, kann noch als Deko eine Limettenschiebe und ein Minzblatt dazufügen, geschmacklich ist das aber dank dem Sirup nicht nötig. Mit einem schönen Etikett verziert kann man den Sirup natürlich auch verschenken, bzw. eignet er sich zusammen mit einer Flasche Sekt als super Mitbringsel für die nächste Grillparty-Einladung.

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