Vegane Woche – Tag 7: Das Beste…

… kommt zum Schluss.

Heute war der letzte Tag meiner veganen Woche. Es hat sehr viel Spaß gemacht, aber trotzdem wird es wohl keine Verlängerung wie damals bei dem Fleischverzicht vor 11 Jahren geben. Die nächsten Tage folgt noch ein kleines Résumé über die letzte Woche, aber bis dahin erstmal noch die heutigen Gerichte.

Frühstück: veganer FrischkäseVeganeWoche_Frischkäse

Nachdem der erste Versuch scheiterte nun nochmal. Gleich vorweg, dieser Ersatz hat m.M.n. am wenigsten gemein mit seinem milchigen Verwandten, ist natürlich trotzdem essbar, wird aber nicht mein Favourit.

Zutaten:

  • 500ml Sojamilch natur
  • Saft einer halben Zitronen
  • jede Menge Kräuter und Gewürze

Die Sojamilch in einem Topf erhitzen bis sie fast kocht. Dann den Saft der Zitrone einrühren. Hierbei ist wichtig, dass man frischgepressten Saft nimmt. Ein Fehler bei meinem letzten Versuch war wohl das Zirtonensaftkonzentrat aus dem gelben Fläschen, denn trotz gefühlt einem Liter Zitronensaft hat sich nichts getan bei der Sojamilch. Für das Einrühren besser einen Löffel statt dem Rührbesen nehmen, das hatte ich beim ersten Versuch auch falsch gemacht. Durch den Zitronensaft sollte die Sojamilch nun flocken, den Topf von der heißen Herdplatte nehmen und noch etwas weiterrühren und dann einige Minuten abkühlen lassen. Nun die geflockte Masse durch einen Kaffeefilter abtropfen lassen, bis die Flüssigkeit weg ist und man nur noch den Sojafrischkäse übrig hat. So natur ist er eigentlich kaum genießbar, daher nun mit jeder Menge Gewürzen abschmecken. Anschließend bis zum Verzehr kühlstellen.

Mittagessen: Gemüsepfanne mit Hirse-Amaranth-SchnitteVeganeWoche_Gemüsepfanne

Zwiebeln, Paprika, Lauch und Champignons kleingeschnitten in etwas Olivenöl anbraten, mit Kräutersalz und Pfeffer würzen und mit Sojasahne ablöschen und etwas einkochen lassen. Der Hirse-Amaranth-Brei ist in den letzten Tagen im Kühlschrank recht festgeworden, sodass ich ohne Probleme Scheiben daraus schneiden konnte. Diese habe ich ähnlich wie Polentaschnitten kurz angebraten und dann auf der Gemüsepfanne serviert.

Abendessen: AntipastiVeganeWoche_Antipasti_1

Die letzte Mahlzeit meiner veganen Woche sollte etwas Besonderes sein, gleichzeitig stand ich aber vor der Herausforderung, dass es entweder schnell gehen muss oder gut vorzubereiten ist. Grund dafür ist mein dienstagliches Abendprogramm: Aerobic X-Bo. Wenn ich ausgepowert und voller Glückshormone wieder nach Hause komme, brauche ich schnell was zu essen, denn sonst war es das mit meiner guten Laune. Daher habe ich heute Nachmittag bereits verschiedene Anti-Pasti vorbereitet. Zusätzlich zu getrockneten Tomaten und Oliven gibt es selbstgemachte Zucchini-Röllchen mit Tofu-Tomaten-Füllung, überbackene Auberginenscheiben, gefüllte Mini-Paprika und Champignons. Zum Füllen eignen sich sehr gut die verschiedenen Hummus-Varianten, aber auch der Frischkäse von heute Morgen. Dazu gibt es noch Grissini.

VeganeWoche_Antipasti_3 VeganeWoche_Antipasti_2

Dessert: Himbeer-TiramisuVeganeWoche_Himbeertiramisu

Naja die Nachspeise hat an sich eigentlich nichts mehr mit Tiramisu zu tun, aber mir ist kein besserer Name eingefallen. In einem kleinen Glas schichte ich abwechselnd Keksbrösel (ich habe damals bei meinem veganen Apfelkuchen einen kleinen Teil des Teigs auch ohne Schokolade als Keks gebacken und verwende den nun), Sojajoghurt natur und gefrorene Himbeeren. Diese Art von Dessert mache ich sonst auch ganz gerne, denn man kann es gut vorbereiten und es sieht, wenn das Schichten klappt, auch super aus.

Vegane Woche – Tag 6

Meine vegane Woche neigt sich so langsam dem Ende zu und mittlerweile habe ich aufgrund der vielen verschiedenen Gerichte fast den ganzen Kühlschrank & Küche mit meinen Lebensmitteln belagert. Bevor die ersten Sachen lebendig werden und damit meine Mitbewohner auch wieder mehr Platz haben, stand der heutige Tag im Zeichen der Resteverwertung.

Frühstück: Himbeer-Sojamilch-Shake VeganeWoche_Sojamilchshake

Die letzten Tage bin ich richtig auf den Geschmack von Himbeeren gekommen. Derzeit ja leider nur als gefrorene Variante verfügbar, aber die schmeckt trotzdem fast genauso gut wie die frischen Vertreter im Sommer. Mit Sojamilch natur habe ich die noch gefrorenen Beeren püriert, dadurch ist schon fast ein Sorbet entstanden und ich konnte zu Beginn meinen Frühstücksdrink löffeln. Super erfrischend und der perfekte Kick für Montag Morgen.

Mittagessen: Falafel im WrapVeganeWoche_FalafelWrap

Wraps gehen eigentlich immer, da sind wir uns in der WG einig – egal ob Vegetarier oder Fleischesser. Meine heutige Füllung war Eisbergsalat, Paprika, Tomaten, Oliven und die restlichen Falafel von gestern Abend. Für etwas Pepp sorgt wieder Senf, den ich direkt auf den Wrap gestrichen habe.

Abendessen: Hirse-SalatVeganeWoche_Hirsesalat

Meine vegane Woche hatte ich ja mit dem Hirse-Amaranth-Brei begonnen und heute zeige ich euch eine herzhafte Möglichkeit für die beiden Zutaten. Bereits gekocht und schön im Kühlschrank aufbewahrt hat der Brei nun fast 1 Woche gehalten. So ein Hirse-Salat ist perfekt um Reste zu verarbeiten, denn man kann eigentlich alles reinschnippeln was schmeckt und weg muss. Bei mir waren das Champignons, die ich kurz angebraten habe, Paprika, Lauchzwiebeln, Tomaten, Oliven und geräucherter Tofu. Dann noch etwas Öl, Essig und Kräuter und fertig ist das Abendessen. Diese Art von Salat kann man auch super mit Couscous oder Bulgur zubereiten.

Vegane Woche – Tag 5

Frühstück: Dinkel-Bananen-PancakesVeganeWoche_Pancakes

Sonntag Morgen gehts immer zum Joggen an die Saale und danach freue ich mich natürlich doppelt aufs Frühstück. Da gab es heute leckere Pancakes. Wie auch schon beim Kuchen gestern, dient Banane als Ei-Ersatz. Ich verwende dabei noch leicht grüne Bananen, die schmeckt man dann nicht so heraus wie schon sehr reife Früchte – ja ich mag eigentlich keine Bananen^^ Die Banane habe ich mit Sojamilch püriert und dann mit Dinkelmehl und etwas Zucker zu einem Teig verarbeitet. In der Pfanne goldbraun angebraten, habe ich sie noch warm mit etwas Sojajoghurt und ein paar gefrorenen Himbeeren gegessen, richtig lecker 🙂

VeganeWoche_PastamitChampignonsMittagessen: Pasta mit Champignonssoße

Mittags wollte ich nicht groß kochen, daher einfach Nudeln mit Soße. Zwiebeln kleinschneiden und in etwas Olivenöl anbraten. Die Champignons ebenfalls schneiden und zu den Zwiebeln geben. Ist alles leicht braun, etwas Sojasahne hinzufügen und kurz aufkochen lassen. Ich würze mit Kräutersalz und etwas Pfeffer. Die Nudeln hatte ich noch vom letzten Mal und habe sie nur kurz erwärmt. Soße auf den Nudeln anrichten und mit ein bisschen Schnittlauch garnieren.

Nachmittags: Schoko-KekseVeganeWoche_Schokokekse

Die Schokokekse sind bereits gestern bei meiner nachmittaglichen Backorgie entstanden. Der Teig ist dabei an sich eigentlich der Gleiche wie für den Apfelkuchen, ich habe lediglich noch etwas vegane Zartbitterschokolade geraspelt und dem Teig untergeknetet. Zu Talern geformt backen bis sie leicht braun geworden sind. Klar sind solche Kekse nicht mit gekauften Cockies zu vergleichen, aber trotzdem lecker und eine gesunde und vegane Süßigkeit für Zwischendurch.

VeganeWoche_FalafelAbendessen: Salat mit Falafel

Ich liebe Falafel, während ich mir beim letzten Mal die Mühe gemacht habe, alles selber aus Kicher-erbsen zuzubereiten, habe ich dieses Mal auf die Fertigmischung aus dem Bio-Sortiment zurück-gegriffen. Mit kleinen Zwiebelwürfeln und einer großen Portion Kreuzkümmel gepimpt, schmeckt das auch echt super und ist schnell gemacht. Dazu gab es gemischten Salat.

Vegane Woche – Tag 4

Mehr als die Hälfte meiner veganen Woche ist geschafft und heute hat zum Glück wieder alles so geklappt wie gedacht, juhuuuuuu 🙂

Frühstück: Sojajoghurt mit FrüchtenVeganeWoche_JoghurtmitFrüchten

Nach meiner „interessanten“ Erfahrung mit dem Sojadessert gestern Abend, hatte ich ja etwas Bedenken was den Geschmack des Sojajoghurts anging. Aber da er eh schon gekauft war, half alles nichts und ich habe mich auch hier auf Neuland gewagt. Aber die Skepsis war total unbegründet, denn der Sojajoghurt kommt seinem Vertreter aus Milch doch sehr nahe, sowohl geschmacklich als auch optisch. Zum Joghurt in der Ausführung natur gab es Haferflocken, kleingeschnittene Kiwi und Apfel, Himbeeren und noch ein paar Leinsamen.

Mittagessen: Vollkorn-Pizza VeganeWoche_Pizza

Da noch etwas Teig von der Denette am Mittwoch übrig war, gab es vegane Pizza. Für die Soße, habe ich etwas Tomatenmark mit Wasser und Kräutern gemischt. Als Belag gab es Pilze, getrocknete Tomaten und Oliven. Für den Pizzacharakter habe ich etwas veganen „Käse“ selber gemacht, dazu Sojasahne und Öl in einem Topf erhitzen und mit etwas Mehl zu einer dickflüssigen Masse vermengen. Über die Pizza gegeben, wird die Mischung im Ofen tatsächlich leicht braun und „knusprig“. Dann noch etwas frischen Basilikum darüber streuen und fertig ist der Genuss.

Nachmittags: Apfelkuchen

Den Nachmittag habe ich komplett mit Backen in der Küche verbracht. Das hat eigentlich ganz gut gepasst, denn auf dem Marktplatz in Halle war mal wieder der Demo-Wahnsinn los und bei 6 Polizei-Fahrzeugen vor der eigenen Haustüre bleibt man besser daheim.

Zutaten:Veganer_Apfelkuchen_1

  • 300g Mehl
  • 100g Zucker
  • 130g pflanzliche Margarine
  • 1 Banane
  • 5 Äpfel
  • Zimt
  • Zucker
  • gehobelte Mandeln

Die Banane mit einer Gabel zermatschen, sie dient als Ei-Ersatz. Dann zusammen mit dem Mehl, Zucker und der Margarine zu einem Mürbeteig verarbeiten. Ich habe den Teig in eine Springform gegeben, man kann aber auch super kleine Silikon-Muffinformen damit befüllen. Da unser Backofen ja nicht mehr der Jüngste ist, backe ich den Kuchenboden vor. In der Zwischenzeit die Äpfel klein schneiden und mit etwas Zimt, Zucker und Wasser in einem Topf weichkochen, aber nicht zu lange, denn es soll kein Apfelmus werden. Sobald der Kuchenboden leicht gebräunt ist, fülle ich die Apfel-Zimt-Mischung auf den Boden und dann nochmal für ein paar Minuten in den Ofen. Anschließend mit etwas Zimt und den Mandeln bestreuen.

Abendessen: Süßkartoffel-Bohnen-Curry-EintopfVeganeWoche_SüßkartoffelEintopf

Nach dem Kuchen hatte ich eigentlich keinen richtigen Hunger mehr, aber da schon seit zwei Wochen bei mir Süßkartoffeln rumliegen, habe ich mir einen Eintopf gemacht. Eigentlich ganz einfach: Zwiebeln, Süßkartoffeln, Paprika und Karotten klein schneiden und in etwas Öl anbraten. Mit Wasser ablöschen und aufkochen. Gewürzt habe ich mit jeder Menge Curry-Pulver, Currypaste und Salz. Bereits gekochte schwarze Bohnen geben der Suppe etwas mehr Gehalt. Zum Schluss noch mit etwas Sojasahne verfeinern.

Vegane Woche – Tag 3

Tag 3 ist um und so langsam wächst in mir die Sehnsucht nach Käse, Eiern & Co. Da ich abends eigentlich versuche auf „leere“ Kohlenhydrate zu verzichten und stattdessen eher eiweißreiche Kost zu mir zu nehmen, fehlen mir da die Eier ganz besonders…

Frühstück: Brot mit dreierlei Hummus

Heute bin ich nach zwei süßen Tagen wieder meiner Leidenschaft des herzhaften Frühstücks nachgegangen. Zum Vollkornbrot gab es Hummus-Aufstrich in drei verschiedenen Varianten (klassisch, Paprika-Tomate, Olive). Habe alle Aufstriche selber gemacht, das ist gar nicht so schwer. VeganeWoche_Hummusaufstrich

Zutaten:

  • Kichererbsen
  • Sesam / Sesampaste
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • getrocknete Tomaten
  • Oliven
  • Kräutersalz
  • Kreuzkümmel
  • Petersilie
  • Paprikapulver
  • Pfeffer
  • Zitronensaft

Grundlage sind jeweils gekochte Kichererbsen, die mit verschiedenen Zutaten püriert werden. Eigentlich gehört Tahini ins Hummus, da dieses bei Alnatura aber vor Kurzem zurückgerufen wurde, habe ich einfach so Sesam mitpüriert. Für die klassische Variante habe ich Kichererbsen, Sesam, Knoblauch, Petersilie, Olivenöl, Kreuzkümmel, Kräutersalz, Pfeffer und Zitronensaft püriert. Da die Mischung an sich recht trocken ist, habe ich noch etwas Wasser hinzugefügt. Bei der Tomaten-Paprika-Variante kamen noch getrocknete Tomaten und Paprikapulver dazu. Bei der Oliven-Variante kleingeschnittene Oliven. Generell beim Hummus nicht sparsam mit den Gewürzen umgehen, denn die Kichererbsen schlucken einiges an Geschmack. Das Hummus kann im Kühlschrank einige Tage aufbewahrt werden und eignet sich in schöne Gläser gefüllt auch als tolles Mitbringsel.

Mittagessen: Wrap mit TofuwürstchenVeganeWoche_Wrap

Heute Mittag hatte ich keine Lust auf große Kocherei und habe mir daher einen schnellen Wrap mit Tofuwürstchen gemacht. An sich esse ich nicht häufig solche Fake-Fleisch-Lebensmittel, denn wenn man auf Fleisch verzichtet, dann braucht man eigentlich diese Produkte nicht. Hin und wieder kann ich im Kühlregal aber dann doch nicht wiederstehen. Den Weizenwrap habe ich mit Senf bestrichen und dann mit Eisbergsalat, Rucola, Tomaten, Oliven, Gurke und Keimlinge gefüllt. Die Tofuwürstchen habe ich kurz in der Pfanne angebraten und kamen dann ebenfalls in den Wrap.

Abendessen: Karottensticks mit DipVeganeWoche_Karottensticks

Eigentlich sollte es heute Abend selbstgemachten veganen Frischkäse geben, aber leider ist der erste Versuch etwas misslungen und muss die nächsten Tage nochmal wiederholt werden. Daher habe ich spontan einfach den klassischen Hummusaufstrich von heute Morgen mit Wasser verflüssigt, etwas Avocado dazugefügt, mit kleingeschnittenen Tomaten, Lauchzwiebeln, Knoblauch und Paprikapulver verfeinert und als Dip zu meinen Karottensticks gegessen. Als Nachtisch gab es ein fertiges Soja-Dessert Vanille, wobei mich das geschmacklich und optisch nicht ganz so überzeugen konnte.

Vegane Woche – Tag 2

Das war der zweite Tag meiner veganen Woche… 🙂

Frühstück: Brot mit süßen AufstrichenVeganeWoche_süßesFrühstück

Ich bin was den Brotbelag beim Frühstück angeht ja total der herzhafte Typ und so hält ein Marmeladenglas bei mir gefühlt mehrere Jahre. Heute habe ich mir aber mal die totale Dröhnung Zucker gegeben und es gab zum getoasteten Kürbiskernbrot ein süßes Dreierlei: Holundergelee, Mango-Aprikose-Marmelade und Johannesbeer-Pfirsich.

Mittagessen: Pasta mit Tomaten-Oliven-Sahne-Soße

Ich weiß nicht, ob ihr euch noch erinnern könnt, aber Anfang Dezember hatte ich die letzten Tomaten auf dem Balkon geerntet und seitdem reifen sie nun fleißig nach. Klar richtig rote Tomaten werden daraus nicht mehr, aber jetzt im Winter gebe ich mich auch mit orangen Früchten zufrieden, besonders für Soßen verwende ich sie.

Zutaten:VeganeWoche_PastaTomatenSahne

  • Nudeln
  • Cocktailtomaten
  • getrocknete Tomaten
  • Oliven
  • Zwiebeln
  • Olivenöl
  • Sojasahne
  • Gewürze
  • Rucola

Die Zwiebeln ganz klein schneiden und in etwas Olivenöl anbraten. Cocktailtomaten und getrocknete Tomaten ebenfalls schneiden und zu den Zwiebeln geben. Sojasahne dazugeben und alles bei kleiner Hitze köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Nudeln gemäß Packung zubereiten. Die Soße nach eigenem Belieben abschmecken. Nudeln auf dem Teller anrichten und die Soße darüber geben. Zum Schluss noch mit Oliven und Rucola garnieren.

Abendessen: veganes Sushi VeganeWoche_Sushi

Donnerstag Abend bedeutet bei uns in der WG seit letzter Woche endlich wieder GNTM-Zeit. Passend dazu habe ich veganes Sushi gemacht. Das ist gar keine große Umstellung, denn ich lasse eigentlich nur den Fisch weg. Bisher hatte ich bei meinen Sushi-Abenden meist auch schon vegane Rollen mit Avocado, Gurke, Paprika und Möhren gemacht und genau die gab es nun wieder.

Vegane Woche – Tag 1: Aller Anfang…

.. ist gar nicht so schwer!

Der erste Tag meiner veganen Woche ist schon fast um und war auch gar nicht so schwer wie gedacht. Zwar wanderte mein Blick beim Einkaufen oder im WG-Kühlschrank durchaus das eine oder andere Mal zu Käse & Co, aber ich bin stark geblieben und freue mich schon auf morgen!

Frühstück: vegane Variante meines Amaranth-Hirse-BreisVeganeWoche_AmaranthHirseBrei

Statt den Amaranth und die Hirse mit Milch zu kochen, habe ich dieses Mal nur Wasser verwendet. Das hat den Vorteil, dass ich einen Teil der Masse auch für herzhafte Gerichte wie etwa einen Salat oder als Beilage verwenden kann. 3 gehäufte EL der gekochten Masse in ein Schälchen geben, 1 Apfel klein schneiden und darüber geben. Nun fülle ich das Schälchen mit Sojamilch auf, habe mich dabei für eine Vanille-Variante entschieden und streue dann noch Zimt darüber. Es schmeckt echt gut, wobei die Vanillenote nur recht leicht ist.

Mittagessen: Denette (eine Art schwäbischer Flammkuchen)

Beim Mittagessen stand ich vor der größten Herausforderung, denn es gibt glaube ich kein Gericht im meinem Repertoire, das nicht irgendwie Eier, Käse oder sonstige Milchprodukte beinhaltet. So auch die Denette, bei der eigentlich Creme Fraîche oder Schmand verwendet wird. Aber zum Glück gibt es mittlerweile selbst im Supermarkt einige Soja-Alternativen.

Zutaten:VeganeWoche_Denette

  • Mehl (Dinkel-Vollkornmehl)
  • Olivenöl
  • Salz
  • Zucker
  • Hefe
  • Zwiebeln
  • Lauch
  • Sojasahne
  • Tofu natur
  • Sojamilch natur
  • Gewürze
  • Kümmel

Aus Mehl, Hefe, Olivenöl, Salz und Zucker einen Teig herstellen und diesen mind. 30 min gehen lassen. Zwiebeln und Lauch in dünne Scheiben schneiden und in etwas Olivenöl leicht anbraten. Mit bemehlten Händen den Teig zu kleineren Kugeln formen und diese dann ausrollen. Denette wird meist in länglicher Fladenform angeboten, da ich den Mini-Backofen verwende wird meine Denette quadratisch wie das Backblech. Aus Sojaprodukten mische ich mir meine Creme Fraîche Alternative. Dazu den Tofu in eine Schüssel zerbröseln und mit etwas Sojasahne und Sojamilch pürieren bis eine cremige Konsitenz erreicht ist. Mit jeder Menge Gewürzen abschmecken, da der Tofu einiges an Geschmack aufnimmt. Diese Masse nun auf den Teigfladen streichen und anschließend die angebratenen Zwiebeln & Lauch darüber geben. Ich streue noch etwas Kümmel darüber und dann im vorgeheizten Backofen etwa 10 Min backen.

Abendessen: Salat mit angebratenem TofuVeganeWoche_SalatmitTofu

Als Abschluss des ersten Tages gab es einen kleinen Salat. Normal gebe ich meist ein gekochtes Ei oder etwas Feta in meinen Salat, dies habe ich heute durch Tofu ersetzt. Dazu diesmal geräucherten Tofu in kleine Würfel schneiden und in etwas Chili-Öl kross anbraten. In der Zwischenzeit schneide ich Eisbergsalat, Rucola, Paprika, Tomaten und Gurke und mache den Salat mit etwas Öl, Essig und Salatkräutern an. Die heißen Tofuwürfel einfach dazugeben. Als Topping streue ich noch ein paar Sonnenblumenkerne, Oliven sowie Keimlinge (Linsen und Rettichsaat) darüber.

Das beste Fleisch ist…

… ist immer noch das Fruchtfleisch.

Während heute Abend in meiner Geburtsstadt die Fasnet mit dem Hexenverbrennen beendet wird, liegt hier in Halle zum Glück schon seit dem gestrigen Rosenmontags-Umzug kaum noch Fasching in der Luft. Ich muss zugeben, dass mich die diesjährige 5. Jahreszeit sehr enttäuscht hat. Da habe ich mein 20er Jahre Kostüm perfektioniert und dann sind irgendwie die Faschings-Partys alle doof. Das Ende des Faschings läutet aber gleichzeitig den Beginn der Fastenzeit ein.

Für mich ist dies immer ein besonderer Moment, denn vor 11 Jahren habe ich in der Fastenzeit aufgehört Fleisch zu essen und bin seitdem glückliche Vegetarierin. Da ich sowieso nicht rauche und nur gelegentlich Alkohol trinke und Süßes esse, habe ich mir für diese Fastenzeit mal vorgenommen mich vegan zu ernähren. Als sehr große Käseliebhaberin und da für mich Milch, Joghurt und Eier einfach zu einer gesunden Ernährung dazu gehören, werde ich dieses Experiment zunächst nur auf eine Woche begrenzen. Zur Einstimmung habe ich in den letzten Tagen mal den Bioabteilungen und Reformhäusern einen Besuch abgestattet sowie meine Vorratskisten durchsucht und bin nun perfekt für die kommende Woche eingedeckt.

Vegane_Woche

In den nächsten 7 Tagen werde ich euch täglich die leckersten Rezepte vorstellen, vegane Produkte/Alternativen präsentieren und meine Erfahrungen berichten. Ich bin schon ganz gespannt 🙂