Schoko-Sünde mal anders : Brombeer-Bohnen-Brownies

Low-Carb, no-Carb, irgendwie tun mir die armen Kohlenhydrate ja schon etwas leid. Überall wimmelt es nur so von Rezepten, mit den durch Reduktion der Kohlenhydrate der Abnehmerfolg kommen soll. Immer wieder kamen mir in der Vergangenheit low-carb Rezepte für Brownies auf den Bildschirm, aber so richtig schmackhaft konnte ich mir die Bohnen-Alternative dann doch nie vorstellen. Aber ich versuche ja auch für neue Sachen offen zu sein, daher stand nun doch mal ein Versuch an. Ganz auf Mehl wollte ich bei meinem ersten Versuch dann aber doch nicht verzichten und habe Dinkel-Vollkornmehl verwendet.

Brombeer_Bohnen_Brownies

Zutaten (für 25x25cm Form):

  • 1 Dose Kidneybohnen (Abtropfgewicht 225g)
  • 2 Eier
  • 50ml Öl
  • 80ml Milch
  • 100g Dinkel-Vollkornmehl
  • 150g Kakao-Puderzucker*
  • 50g Back-Kakao
  • 50g Chiasamen
  • 200g Brombeeren (geht auch TK)

Backofen auf 175°C vorheizen. Die Bohnen zunächst abgießen und gründlich waschen, dann zusammen mit den anderen flüssigen Zutaten (Eier, Milch & Öl) pürieren. Nun Dinkelmehl, Kakao-Puderzucker, Backkakao und Chiasamen unterrühren und in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben. Die Brombeeren auf dem Teig verteilen, leicht eindrücken und dann für ca. 25 Minuten backen.

Wem diese Brownies nicht schokoladig genug sind, kann noch mit einer Schokoglasur pimpen, mit persönlich reicht es aber auch ohne.

*Anmerkung: Statt des von mir verwendeten fertigen Kakao-Puderzuckers, kann man natürlich auch einfach normalen Puderzucker und Backkakao im Verhältnis 1:9 mischen und verwenden.

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Masche für Masche: DIY gehäkelte Herbst-Blätter

Aufgrund meiner ganzen tropischen Deko-DIYs in den letzten Wochen war ich lange nicht so wirklich in Herbst-Stimmung. Doch das hat sich nun endlich geändert, denn am vergangenen Wochenende habe ich nun dekotechnisch nachgerüstet und fleißig gehäkelt.

Haekelblaetter

Das Anfertigen der einzelnen Eichenblätter ist einfach und auch für Häkelneulinge gut machbar. Die genaue Anleitung habe ich beim Snaply-Magazin gefunden, dort ist alles super verständlich Schritt-für-Schritt erklärt und bebildert. Die Einsatzmöglichkeiten der gehäkelten Blätter sind dann ganz vielfältig, einfach auf den Tisch gelegt verschönern sie die herbstliche Kaffeetafel, an einen (Nylon-)Faden geknotet bringen sie etwas Farbe an die Fenster/Wand. Ich habe meinen bunten Blätter-Haufen gleich schon wieder verschenkt, aber es werden sicher noch einige nachgehäkelt.

Beauty meets Dekoration: DIY-Windlicht mit Nagellack

Bei mir herrscht ja fast immer ein gewisses Grund-Chaos, doch der Zustand meiner Kosmetik-Schublade übersteigt jegliche Vorstellungskraft. In den letzten Jahren hat sich einfach so einiges angesammelt, was – schminkfaul wie ich bin – nicht (mehr) benutzt wird. Das Wegwerfen von Sachen, die an sich noch „gut“ sind, fällt mir ja besonders schwer und daher landet selbst bei einem Aufräumversuch am Ende doch wieder fast alles in der Schublade des Grauens. Nicht so dieses Mal, denn ein aussortierter Nagellack dient nun als Material für ein tolles DIY.

Monstera_Windlicht_1

Material:

  • Nagellack
  • Spül-Schwämme
  • Teelichthalter, Windlicht oder leeres Gurkenglas
  • Nagellackentferner
  • Klebefolie
  • Stift, Schere, Skalpell

Monstera_Windlicht_2Monstera_Windlicht_3Monstera_Windlicht_4Monstera_Windlicht_5

Die beiden Windlichter gehören auch zum großen Dekoration-Geschenk und daher habe ich mich wieder für Monstera-Blätter als Motiv entschieden. Das gewünschte Motiv zunächst auf die Klebefolie übertragen und dann mit Schere und Skalpell ausschneiden. Pro Glas habe ich 3 Monstera-Blätter ausgeschnitten und dann gleichmäßig verteilt. Der Nagellack wird nun mit Hilfe des Spülschwammes auf das Glas aufgetupft. Hierbei muss man schnell sein, denn Nagellack trocknet doch recht schnell. Sollte man mal mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, einfach mit Nagellackentferner ausbessern. Ich habe bei den Windlichtern 2 Farbschichten aufgetupft. Da der Schwamm doch recht viel Nagellack aufnimmt, braucht man deutlich mehr Farbe als ich ürsprünglich gedacht habe, so ist am Ende das ganze Nagellack-Fläschen leer geworden. Zudem sollte man immer wieder ein neues Stück vom Schwamm verwenden. Wenn man mit dem Tupfergebnis zufrieden ist, einfach die Folie vorsichtig abziehen und fertig ist das Windlicht.

Monstera_Windlicht_6Monstera_Windlicht_7Monstera_Windlicht_8

Ich bin ganz begeistert vom Ergebnis und auch etwas traurig, dass die Windlichter verschenkt werden. Aber es werden sicher noch weitere DIY-Ideen mit den anderen aussortierten Nagellacken entstehen.

Byebye Eiswürfel, Hello Dosen-Romantik: UPCYCLING Lichtelement

Die Tage werden wieder spürbar kürzer und so nach und nach können die ersten Sommer-Utensilien weggepackt werden. Bei der Gelegenheit bietet sich Ausmisten besonders gut an, denn so manches wird Jahr für Jahr entstaubt, aber dann doch nicht verwendet. So etwa ein Flaschenkühler, der bei meiner Mitbewohnerin seit Jahren ungenutzt herumstand und nun endlich entsorgt werden sollte. Nach kurzer Überlegung war für mich klar, dass er sich perfekt für ein Upcycling-Projekt eignet und daraus eine Art Lampe entstehen soll.

Lichtelement_1

Material:

  • Flaschenkühler (hier von Baileys)
  • kleine Bohrmaschine
  • Schmirgelpapier
  • Kunstharzlack
  • 2 LED-Lichterketten mit Batteriebetrieb
  • Heißklebepistole
  • Gummiband

Da es bei mir ein romantisches Lichtelement werden sollte, habe ich mich für das Herz als Vorlage für die Löcher entschieden. Mit einem Bleistift aufgemalt und dabei auch die Punkte für die einzelnen Löcher gleichmäßig verteilt. Zunächst hatte ich wie auch schon bei anderen Dosenprojekten mit meinem kleinen Handbohrer begonnen, aber nach 3 Löchern hatte ich die Schnauze voll weil es einfach so lange gedauert hat, dass ich mir eine kleine Bohrmaschine bestellt habe und das UPCYCLING-Projekt erstmal bis zur Lieferung pausierte. Mit der Maschine ging es dann deutlich einfacher, trotzdem habe ich um ein Abrutschen beim Bohren zu vermeiden, das Loch jeweils mit den Handbohrer angebohrt. Damit es zu keinen Verletzungen kommt und die Lichterkette später nicht beschädigt wird, ist es wichtig die Bohrlöcher dann auch innen von Metallresten zu säubern. Hierfür hatte ich in meinem Bohrer-Set einen passenden Aufsatz.

Vor dem Lackieren dann die Metalloberfläche mit Schmirgelpapier aufrauen damit die Farbe besser hält. Ich habe zum Anmalen Kunstharzlack in Dunkelrot verwendet, das mittlere Plastikteil wurde dabei ausgespart. Für ein gutes Deckergebnis hat es bei mir 3 Anstriche gebraucht, dies hängt aber natürlich von der verwendeten Farbe und dem Untergrund ab. Nach dem Trocknen dann das leuchtende Innenleben vorbereiten, bei mir kamen 2 batteriebetriebene LED-Lichterketten zum Einsatz. Je einen der Batterie-Trafo-Blöcke habe ich oben bzw. unten mit Gummiband und Heißkleber befestigt. Damit im oberen Teil die Lichterkette nicht bis zum transparenten Plastikteil herunter rutscht verhindert ein weiteres Gummiband, so sind die beiden Lichterketten hinter/in den Metallteilen versteckt und in der Mitte hat man nur den Lichtschein davon.

Bei mir ist das Muster der Löcher und die Farbe dem Romantik-Thema angepasst, aber hier sind natürlich auch andere Ausführungen denkbar. Dank der batteriebetriebenen Lichterketten, kann das Lichtelement unabhängig von Steckdosen in der Wohnung eingesetzt werden und sogar mal mit in den Park oder an den See genommen werden.

Wünsch euch eine schöne und kreative Woche!

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Zurück in den Kindergarten: DIY Kissenbezug mit Kartoffeldruck

Das kreative Sommerloch ist zumindest was die Blogbeiträge angeht nun endlich zu Ende. Wie in vielen anderen Bereichen auch, jagt im DIY-Bereich eine Neuheit die andere. Doch das muss nicht immer sein, manchmal sind es die einfachen Techniken, bei denen man mit wenigen Materialien trotzdem schöne Ergebnisse erzielen kann. So wie bei mir heute, vom kreativen Anspruch her ging es zwar gefühlt zurück in den Kindergarten, ich bin aber trotzdem super happy mit dem Ergebnis.

Kartoffeldruck_3

Wenn ich ehrlich bin, kann ich mich nicht daran erinnern als  mit Kartoffeldruck gearbeitet zu haben, wenngleich diese Technik eigentlich überall verwendet wird. Bedruckt habe ich einen ganz einfachen Baumwollstoff vom schwedischen Möbelriesen, der Stoffrest lag schon seit Jahren ungenutzt bei mir herum. Egal ob man nun einen Stoff bedruckt oder ein Kleidungsstück, damit die Farbe später besser und länger hält, sollten die entsprechenden Textilien vorher gewaschen werden, dabei unbedingt auf Weichspüler verzichten.

Kartoffeldruck_1Kartoffeldruck_2

Kartoffeldruck ist ganz einfach, die Kartoffel mit einem Messer der Länge nach aufschneiden und das gewünschte Motiv ausschneiden/ausstechen. Ich habe mich für ein Monstera-Blatt entschieden und dementsprechend dafür lieber ein Skalpell verwendet. Die Stoffmalfarbe mit einem Pinsel auftragen und dann den Kartoffelstempel auf den Stoff drücken. Dies so oft wie gewünscht wiederholen. Ich habe einen recht harten Pinsel verwendet, weshalb auch beim Druck teilweise die Pinselstriche zu sehen sind, anfangs habe ich mich darüber geärgert, aber eigentlich passt es ja ganz gut zu den Blättern. Bei mir hat es dann doch etwas gedauert bis ich die beiden Stoffstreifen mit jeweils 90cm x 35 cm komplett bedruckt hatte. Die Farbe muss dann gut trocknen. Die Fixierung der Farbe hängt dann vom Hersteller ab, so reicht bei manchen Stoffmalfarben das Trocknen, mit Bügeln ist man aber doch auf der sicheren Seite und man möchte ja auch lang etwas davon haben.

Die bedruckten Stoffstreifen habe ich dann noch zu Kissenbezügen vernäht, dies geht ganz einfach und ohne Reißverschluss mit dem Hotelkissen-Stil, eine genaue Anleitung dazu gibt’s hier. Die Kissen sind Teil eines Geburtstagsgeschenks, bei dem sich alles um tropisches Wohnflair drehen soll.

Wünsch euch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!

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Falten ausdrücklich erwünscht: DIY Plissee-Lichterkette

Gerade bin ich total auf dem Lichterketten-Trip. Dabei hatte ich vor ein paar Wochen nur nach günstigen LED-Lichterketten für ein anderes UPCYCLING-Projekt gesucht und Sparfuchs wie ich bin im Internet einige super günstige „Motiv-Lichterketten“ bestellt, bei denen das Beiwerk leicht zu entfernen war und zusätzlich dann als Bastelmaterial dienen kann (z.B. Weihnachtslichterkette mit Schleifen & Glöckchen oder Lichterketten mit Bast-Kugeln). Naja eigentlich hatte ich ja nur 2 Lichterketten benötigt, da mein Gehirn bei Schnäppchen manchmal einfach aussetzt, am Ende allerdings 13 Stück bestellt, für die es nun noch weitere DIY-Ideen zu finden gilt. Eine davon möchte ich euch heute vorstellen…

Material:

  • LED-Lichterkette (ganz wichtig, normale Lichterketten werden zu heiß)
  • Transparentpapier (nicht das ganz dünne, gibt speziell für Lichterketten dickeres Papier)
  • Gegenstand zum Falzen
  • Lineal, Stift, Schere
  • Heißklebepistole

Zunächst aus dem Transparentpapier die Streifen für die einzelnen Plissee-Diamanten zuschneiden, bei mir waren das 12 Streifen mit je 8x30cm. Wer die Falttechnik noch nicht kennt, kann mal auf Youtube vorbei schauen, habe dort dieses Video als grobe Anleitung genommen. Die Technik mit den Berg- und Talfalten mag zunächst super kompliziert erscheinen, aber im Video wird eine schnelle Variante gezeigt und wenn man einmal den Dreh raus hat, ist es super einfach. Ich habe alle 12 Papierstreifen entsprechend gefaltet, anschließend mit der Heißklebepistole die Rundung geschlossen und dann die Plissee-Diamanten an den LEDs der Lichterkette befestigt.

Plissee_Lichterkette_2Plissee_Lichterkette_3

Wünsch euch ein schönes und kreatives Wochenende!

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Ein Hauch von Schokolade im Sommer: Kakao-Quark-Knödel

Schokolade und Sommer ist keine gute Kombi, endet eben meist in einer großen Sauerei. Doch auch bei warmen Temperaturen hat man mal Lust darauf. Eine gute Alternative ist dann Kakao, denn so hat man zumindest ein Bisschen den Geschmack von Schokolade. Damit das Dessert dann aber nicht zu schwer im Magen liegt, sorgt bei diesen leckeren Knödeln Magerquark.

Zutaten (für 6 Knödel):

  • 250g Magerquark
  • 5EL Mehl
  • 6EL Hartweizengrieß
  • 1 Ei
  • 2EL Kakao-Puderzucker*
  • etwas Butter
  • Semmelbrösel
  • Kakao-Puderzucker

Magerquark mit dem Ei verrühren und dann jeweils 5EL Mehl und Hartweizengrieß dazugeben. Etwa 1/3 des Teiges in eine andere Schüssel geben und dort mit 2EL Kakao-Puderzucker und 1 EL Hartweizengrieß verrühren. Aus dieser dunklen Masse nun 6 kleine Kugeln formen und diese mind. 30Min im Gefrierfach fest werden lassen. Dann um diese Kugeln mit dem restlichen hellen Teig die Knödel formen. In einen Topf mit kochendem Wasser geben, die Knödel sind fertig wenn sie an der Oberfläche schwimmen. In einer Pfanne die Butter schmelzen, die Semmelbrösel und etwas Kakao-Puderzucker dazugeben und umrühren. Die gekochten Knödel darin wälzen bis die gesamte Oberfläche schön mit Bröseln bedeckt ist. Die Knödel können pur oder mit einer Soße (z.B. Vanille) serviert werden.

*Anmerkung: Statt des von mir verwendeten Kakao-Puderzuckers kann natürlich auch eine Mischung aus Puderzucker und Back-Kakao verwendet werden. Dieses Rezept entstand im Rahmen eines Rezeptwettbewerbs von SweetFamily & Whisprs und beinhaltet daher das kostenlos zur Verfügung gestellte Produkt.

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Fransiger Hingucker: DIY Leder Statementkette

Wer FIMONI & MORE schon länger folgt weiß, dass es mir Statementketten besonders angetan haben. Dabei habe ich schon die verschiedensten Materialen verwendet, neben Filz, Glasperlen, Nylonstrumpfhosen oder Seilen war bisher FIMO meist die Lieblingszutat. Nun kommt mit Leder mal wieder etwas Abwechslung in meine Schmucksammlung.

Material:

  • Lederreste
  • farblich passende Perlen (4mm)
  • gewachste Baumwollschnur (1mm)
  • Lineal
  • Stift
  • Schere
  • Lochzange

Für meine Kette habe ich aus dem Leder insgesamt 11 Rechtecke ausgeschnitten. Die Maße für die einzelnen Rechtecke sind: 1x 7cmx10cm, 2x 6,5cmx10cm, 2x 6cmx10cm, 2x 5,5cmx10cm, 2x 5cmx10cm, 2x 4,5cmx10cm. In die einzelnen Rechtecke nun Fransen schneiden, dabei an der langen Seite oben mind. 7mm Rand lassen, hier kommt später das Loch noch rein. Ich habe auf die 10cm-Länge insgesamt 24 Fransen verteilt. Die Rechtecke nun aufrollen und mit der Lochzange durchstechen. Die gewachste Baumwollschnur durch die Löcher ziehen und dabei dazwischen jeweils eine Perle auffädeln. Dann alles zusammen ziehen und auf beiden Seiten jeweils mit einem Knoten fixieren. Die Baumwollschnur nun auf die gewünschte Kettenlänge kürzen und einen Verschluss anbringen, ich habe hier einen in der Länge variablen Verschluss mit Hilfe der Makramee-Technik geknotet.

Mittlerweile habe ich bereits vier Ketten in diesem Fransen-Stil gebastelt. Neben den einfarbigen Varianten in Schwarz, Rot und Gelb (die nächste Fußball-WM kann kommen 😉 ), hat es mir aber auch der Farbverlauf in Brauntönen angetan. Diese Kette hat dann nur 9 Quasten, da ich nicht mehr verschiedenfarbige Lederreste hatte.

Wünsch euch schon mal ein schönes und hoffentlich kreatives Wochenende!

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Auf dem Schlauch stehen: DIY gehäkeltes Knoten-Kissen

Wenn Fimoni eine Reise tut… Seit klein auf bin ich Bahnfahrerin, daran haben auch so manche Horrorerlebnisse in den letzten Jahren nichts verändert. Meine Mitbewohnerin meint ja immer schon so scherzhaft, dass ich meine Zugtickets wohl bei Jochen Schweizer als Abenteuererlebnisse buche. Doch trotzdem fahre ich (das passende Sparticket natürlich vorausgesetzt) lieber 10 Stunden mit dem Zug als 5 Stunden selber hinter dem Steuer im Auto zu sitzen. Vorteil beim Zugfahren ist einfach, dass ich die Zeit anderweitig nutzen kann und so als DIY-Junkie ergeben sich dabei viele Möglichkeiten. Vor Kurzem stand mal wieder eine lange Zugfahrt ins Schwabenländle an und trotz ICE-Tickets dauert die Fahrt in die Provinz eben gerne mal 8 Stunden und mehr. Also Zeit genug für ein besonders zeitintensives DIY.

Knotenkissen haben es mir schon lange auf Pinterest angetan und Material für ein (oder mehrere) genähte Exemplare liegen auch schon bereit. Doch im Zug mit Nähmaschine ist etwas schwierig (wobei mich der Gedanke nun beim Schreiben schon irgendwie reizt :-D), daher mussten Wolle und Häkelnadel herhalten. Das würde natürlich deutlich länger dauern, aber wäre dann nun natürlich auch nochmal etwas individueller.

Knotenkissen_grau_1

Material:

  • 250g Wolle
  • Häkelnadel
  • Füllwatte (oder kleine Ikeakissen)

Zunächst habe ich 15 Luftmaschen angeschlagen und diese dann im Kreis gehäkelt, war aber gleich zu Beginn etwas unsauber beim Runden abschließen, sodass es dann irgendwann 17 Maschen waren. Ich habe dafür feste Maschen verwendet, denn bei Stäbchen wären mir die Zwischenräume einfach zu groß geworden und man hätte die weiße Füllwatte noch deutlicher gesehen. Da bei den Anleitungen zu den genähten Knotenkissen das Füllen des langen Schlauches als sehr mühsam und zeitintensiv beschrieben wurde, habe ich bei meiner Häkelvariante das Füllen parallel gemacht, also immer nach ein paar Zentimetern den Schlauch gefüllt. Was die Länge angeht so habe ich einfach so lange gehäkelt bis das 250g Wollknäuel aufgebraucht war und es sind insgesamt knapp 4 Meter geworden. Zwar wollte ich eigentlich alles an einem Stück häkeln, doch mit der Zeit wurde der immer länger werdende Schlauch recht unhandlich und somit hab ich immer nach etwa einem Meter gekappt, neu angefangen und dann am Ende alle Teile zusammengenäht. Gemäß der entstandenen Länge habe ich nach einem passenden Knotenvorschlag gesucht und dabei dann einen Rosenknoten verwendet. Nach dem Verknoten musste ich nur noch die beiden Enden zusammennähen und nach insgesamt mehr als 20 Stunden war mein Knotenkissen dann fertig.

Knotenkissen_grau_2Knotenkissen_grau_3

Wünsch euch ein schönes und kreatives Wochenende!

Hochstapeln erwünscht: DIY Etagere mit Schallplatten

In Zeiten des Smartphones als Alleskönner ist es gerade für die jüngere Generation nur schwer vorstellbar, wie Musikhören früher ausgesehen hat. Wenn gleich Vinyl in den letzten Jahren wieder in Mode gekommen ist, so verkommen doch Millionen von Schallplatten in den Kellern und auf Dachböden. Dabei lassen sich aus den schwarzen Scheiben ganz tolle Sachen machen.

Material:

  • 2 bzw. 3 Schallplatten in unterschiedlichen Größen (darauf achten, dass in der Mitte nur ein kleines Loch ist)
  • Haartrockner
  • Bausatz für Etagere
  • schwarzer Lack
  • selbstklebender Dichtungsstreifen oder Filz

Zunächst müssen die Schallplatten mit dem Haartrockner in die wellige Form gebracht werden. Wer sich die Arbeit ersparen möchte oder die Etagere lieber mit den flachen Schallplatten haben möchte, kann diesen Arbeitsschritt natürlich auslassen. Auch wenn die Schallplatten so an sich recht stabil wirken, kann man sie doch mit einem normalen Haartrockner erwärmen, sodass sie formbar werden. Für die mittlere Schale, habe ich einfach eine große Schallplatte verkleinert. Dies geht, wenn man die Schallplatte erwärmt und vorsichtig den gewünschten Rand abschneidet. Die entstandene Kante dann am besten noch etwas abschmirgeln, damit es später keine Verletzungen gibt. Die Schallplatte zum Formen auf einen rundgewölbten Untergrund legen (Müslischale, Teller, oder Schüssel – jeweils passend zur Größe der Schallplatte) und nun mit dem Haartrockner erwärmen. Es dauert nicht lange und die Schallplatte beginnt sich zuverformen. Durch die Wölbung des Untergrundes entsteht eine schöne gewellte Schalenform, man kann aber auch vorsichtig mit der Hand etwas nachhelfen. Die Platten kühlen schnell wieder ab und die Form ist dann fest. Nun die drei Schalen mit dem Bausatz verbinden. Aufgrund der vorhandenen Löcher in den Schallplatten geht dies super einfach. Da die erhältlichen Bausets eher für Etageren aus altem Porzellan gedacht sind und Teller in der Regel unten leicht nach innen gewölbt sind, steht bei meiner Schallplatten-Etagere die unterste Schraube etwa 2mm raus. Dadurch ist der Etagerenboden nicht flach und wirkt wackelig. Um dies auszugleichen habe ich einfach ein paar Streifen von einer Schaumstoff-Dichtung für Fenster/Türen abgeschnitten und um die Schraube herum geklebt. So steht alles stabil und weder Etagere noch Tisch werden verkratzt. Die Etagere kann nun gefüllt werden, hierbei nur darauf achten, wieviel Gewicht die einzelnen Schalen vertragen, denn Schallplatten sind unterschiedlich dick. Da sich die Schalen bei Wärme wieder verformen können, sollte man die Etagere im Hochsommer besser nicht in der prallen Sonne stehen lassen.

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