Tu mal lieber die Möhrchen: DIY Dinkel-Karotten-Brot

Was an Weihnachten die Plätzchen sind, ist an Ostern das Hefegebäck. Auch ich bin ein großer Fan des süßen Ostergebäcks, doch dieses Jahr sollte mal etwas Herzhaftes entstehen. Schon lange wollte ich testen, ob ich mit meiner Kaffeemühle auch Getreide mahlen kann. Da kam mir nun Ostern und der Wunsch nach etwas besonderem für den Brunch ganz gelegen.

Dinkel_Karotten_Brot_1

Zutaten (für 30cm Kastenform):

  • 250g Dinkel (ganzes Korn oder alternativ schon als Schrot)
  • 500g Dinkelmehl
  • 250g Weizenmehl
  • 2 Päckchen Trockenhefe
  • 1 TL Zucker
  • 3 TL Salz
  • 200g fein geriebene Möhren
  • 50ml Essig
  • 500ml lauwarmes Wasser
  • 5 EL italienische Kräuter (getrocknet)
  • 50g Sonnenblumenkerne

Für das leckere (Oster-)Brot zunächst den Dinkel grob mahlen, alternativ kann natürlich schon fertiger Schrot verwendet werden. In einer großen Schüssel den Schrot mit dem Dinkelmehl und dem Weizenmehl vermengen. Nun auch alle anderen Zutaten dazugeben und mit dem Rührgerät zu einem schönen Teig verarbeiten. Dieser Teig muss nun mindestens für 1 Stunde ruhen, besser sind aber 2-3 Stunden. Ich lege in die Kastenform immer Backpapier und verteile dann den Teig. Backofen auf 200°C vorheizen. Das Brot habe ich zunächst 30 Minuten bei 200°C und dann nochmal 30 Minuten bei 170°C gebacken. Anschließend das Brot noch im heißen Zustand aus der Form nehmen, damit sich die Feuchtigkeit nicht staut. Der Duft von warmen Brot verlockt natürlich zum sofortigen Essen, um das Brot besser schneiden zu können, sollte es allerdings erst etwas auskühlen. Wer keine Kastenform hat oder nicht mag, kann den Teig auch in eingefettete Muffinformen geben, die Backzeit verkürzt sich dann aber deutlich.

Dinkel_Karotten_Brot_3Dinkel_Karotten_Brot_2

Advertisements

Zum Zuckerspeicher-Auffüllen: süße Hefe-Einstrangzöpfe

Morgen beginnt wieder die Fastenzeit, also höchste Zeit nochmal die Zucker-Speicher aufzufüllen 😉 Ich bin noch gar nicht so sicher, ob und was ich dieses Jahr denn fasten soll. Das einzige, von dem mein Konsum in letzter Zeit außer Kontrolle geraten ist, wäre das Internet/SocialMedia. Aber Ostern ist ja neben Weihnachten die zweite DIY-Hauptsaison, wird also schwierig. Aber noch bleibt ja etwas Zeit und solange habe ich für alle, die ab Mittwoch auf Süßes verzichten wollen und für alle anderen natürlich auch,  jetzt noch ein leckeres Rezept…

Einstrangzopf

Zutaten (8 Stück):

  • 500g Mehl
  • 75g Zucker
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier (Größe M)
  • 200ml lauwarme Milch
  • 100g Margarine
  • 1 Ei zum Bestreichen
  • Hagelzucker zum Bestreuen

Mehl, Zucker, Salz und Margarine in eine Schüssel geben. Die Hefe in der warmen Milch auflösen und zu den restlichen Zutaten geben. Alles nun zu einem glatten Teig verarbeiten und dann abgedeckt mind. eine Stunde gehen lassen. Den Teig dann in 8 Stränge teilen und daraus jeweils kleine Zöpfe formen. Ich habe mich dabei für die Variante des Einstrangzopfes entschieden. Ist super einfach und sieht trotzdem gut aus (wer die Technik noch nicht kennt einfach mal die Google-Bildersuche benutzen). Dann den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Hefezöpfe solange nochmal abgedeckt auf einem Backblech ruhen lassen. Dann mit dem verquirlten Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Im Ofen dann ca. 15 Minuten backen bis sie schön goldbraun sind. Kurz abkühlen lassen, wobei die Hefezöpfe noch leicht warm am besten schmecken. Man kann sie ganz einfach pur genießen oder mit Butter, Marmelade, Nutella & Co.

Kulinarische Herbstfreuden: Kürbis-Ziegenkäse-Tarte

Der goldene Oktober wird seinem Namen bisher mehr als gerecht. Neben dem tollen Wetter und der farbenfrohen Natur haben nun endlich wieder einige Lebensmittel Saison – okay man bekommt heutzutage eigentlich fast alles das ganze Jahr über – aber trotzdem kommt Kürbis bei mir einfach nur im Herbst auf den Küchentisch. Neben der klassischen Kürbissuppe sollen dieses Jahr aber mal noch ein paar andere Gerichte auf den Teller wandern, so wie diese leckere Kombination mit Ziegenkäse.

Kürbis_Ziegenkäse_Tarte

Zutaten (für 1 Blech):

  • 1 Packung Fertig-Blätterteig
  • ca. 400g Hokkaido-Kürbis
  • 100g Frischkäse
  • 200g Ziegenkäse (z.B. Weichkäse)
  • Honig
  • 1 Zweig Rosmarin
  • Walnüsse
  • Salz & Pfeffer

Die Zubereitung ist schnell und einfach. Den Fertig-Blätterteig auf ein Blech geben und mit dem Frischkäse bestreichen. Den Kürbis in Scheiben schneiden und darauf verteilen, ebenso den Ziegenkäse. Dann etwas Honig darüber träufeln und den Rosmarin verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C ca 20-25 Min backen. In der Zwischenzeit habe ich die Walnüsse mit etwas Honig in der Pfanne karamellisiert, diese dann nach dem Backen auf die Tarte geben. Noch warm schmeckt es natürlich am besten, ist aber auch am nächsten Tag kalt noch ein Genuss. Wer nicht so der Fan von Blätterteig ist, kann diesen natürlich auch durch einen Pizza- oder Mürbeteig ersetzen.

Wünsch euch einen guten Start in die neue Woche!

Schoko-Sünde mal anders : Brombeer-Bohnen-Brownies

Low-Carb, no-Carb, irgendwie tun mir die armen Kohlenhydrate ja schon etwas leid. Überall wimmelt es nur so von Rezepten, mit den durch Reduktion der Kohlenhydrate der Abnehmerfolg kommen soll. Immer wieder kamen mir in der Vergangenheit low-carb Rezepte für Brownies auf den Bildschirm, aber so richtig schmackhaft konnte ich mir die Bohnen-Alternative dann doch nie vorstellen. Aber ich versuche ja auch für neue Sachen offen zu sein, daher stand nun doch mal ein Versuch an. Ganz auf Mehl wollte ich bei meinem ersten Versuch dann aber doch nicht verzichten und habe Dinkel-Vollkornmehl verwendet.

Brombeer_Bohnen_Brownies

Zutaten (für 25x25cm Form):

  • 1 Dose Kidneybohnen (Abtropfgewicht 225g)
  • 2 Eier
  • 50ml Öl
  • 80ml Milch
  • 100g Dinkel-Vollkornmehl
  • 150g Kakao-Puderzucker*
  • 50g Back-Kakao
  • 50g Chiasamen
  • 200g Brombeeren (geht auch TK)

Backofen auf 175°C vorheizen. Die Bohnen zunächst abgießen und gründlich waschen, dann zusammen mit den anderen flüssigen Zutaten (Eier, Milch & Öl) pürieren. Nun Dinkelmehl, Kakao-Puderzucker, Backkakao und Chiasamen unterrühren und in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben. Die Brombeeren auf dem Teig verteilen, leicht eindrücken und dann für ca. 25 Minuten backen.

Wem diese Brownies nicht schokoladig genug sind, kann noch mit einer Schokoglasur pimpen, mit persönlich reicht es aber auch ohne.

*Anmerkung: Statt des von mir verwendeten fertigen Kakao-Puderzuckers, kann man natürlich auch einfach normalen Puderzucker und Backkakao im Verhältnis 1:9 mischen und verwenden.

Selbstgepflückt ist halb gebacken: Apfel-Streusel-Kuchen

Kalendarisch haben wir zwar noch das letzte Sommer-Wochenende, doch der Blick aus dem Fenster zeigt, dass sich der Herbst bereits durchgesetzt hat. Wenngleich gerade in der Übergangsphase immer wieder Sehnsucht nach der Wärme aufkommt, so hat der Herbst doch auch seine guten Seiten. Eine davon ist das heimische Obst, was nun entweder im eigenen Garten (oder auf den Wiesen) geerntet werden kann, bzw. auf den Märkten angeboten wird. Ein paar selbst gepflückte Äpfel wurden bei mir nun zu einem leckeren Apfel-Streusel-Kuchen verarbeitet.

Apfel_Streusel_Kuchen

Zutaten (Backblech):

  • Teig:
    • 400g Mehl
    • 100g Butter
    • 1 Würfel Hefe
    • 50g Zucker
    • 100ml Milch
    • 1 Ei
    • 1 Päckchen Vanillezucker
    • 1 Prise Salz
  • Streusel:
    • 300g Mehl
    • 150g Zucker
    • 200g Butter
    • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 6 große Äpfel

Für den Hefeteig zunächst Milch mit etwas Zucker und der Hefe vermischen. Die restlichen Zutaten in eine Schüssel geben, dann die Hefe-Milch-Mischung dazugeben und alles mit dem Knethaken zu einen glatten Teig verarbeiten. Dieser Teig muss für mind. 1 Stunde gehen. Nun die Zutaten für die Streusel entweder mit der Hand oder auch wieder mit dem Knethaken vermengen und bis zur Verarbeitung kühl stellen. Sobald der Hefeteig aufgegangen ist, die Äpfel schälen, vierteln und dann in Scheiben schneiden. Den Backofen auf 175°C vorheizen. Den Hefeteig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech ausrollen, mit den Apfelscheiben belegen und dann mit den Streuseln bedecken. Der Kuchen kommt dann für etwa 40 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Der Kuchen kann mit noch mit Sahne verfeinert werden, für noch mehr Herbst-/Winterfeeling einfach vor dem Backen einfach etwas Zimt über die Äpfel streuen.

Wünsch euch schönes Wochenende!

 

Von wegen heiße Luft: DIY Schwarzwälder-Kirsch-Windbeutel

In vielen Teilen Deutschlands wird derzeit Karneval gefeiert. Eine möglich Herkunft für den Namen kommt dabei vom lateinischen „Carne, vale!“, also „Fleisch, leb wohl!“. Doch statt auf Fleisch zu verzichten, versuchen die Leute heutzutage eher auf Süßes, Zigaretten oder Alkohol zu verzichten/reduzieren. Passend dazu habe ich nun das letzte Wochenende vor der Fastenzeit genutzt und zwei Leckereien kreiert, eine davon sind diese leckeren Schwarzwälder-Kirsch-Windbeutel.

windbeutel_1

Zutaten (für 12 mittelgroße Windbeutel):

  • 250ml Wasser
  • 50g Butter
  • Prise Salz
  • 120g Mehl
  • 30g Back-Kakao
  • Messerspitze Backpulver
  • 3 Eier (Größe L)
  • 300ml Sahne
  • 2 Packungen Vanillezucker
  • Sahnesteif
  • Kirschen
  • Kirschmarmelade oder Kirsch-Fruchtfüllung
  • Schokostreusel

Für den Brandteig zunächst Wasser, Salz und Butter in einen Topf geben und aufkochen. Dann von der Platte nehmen. Das Mehl, Kakaopulver & Backpulver vermischen und unterrühren, anschließend wieder auf die Platte stellen. Abbrennen, d.h. unter ständigem Rühren mit dem Kochlöffel so lange erhitzen, bis der Teig zu einem Klumpen geworden ist und auf dem Boden eine Schicht ist. Erneut von der Platte nehmen und auskühlen lassen. Eier verquirlen und unterrühren, dabei die Eier erst nach und nach dazugeben. Backofen auf 200°C Ober/Unterhitze vorheizen und ein Schälchen mit Wasser unten in den Backofen stellen, damit sich Wasserdampf bilden kann.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit Spritzbeutel 12 kleine Häufchen auf das Blech geben, dabei genügend Abstand halten. In den Ofen schieben und ca. 25-30 Minuten backen. Nach dem Backen die Windbeutel mit einem Messer aufschneiden und auskühlen lassen. Die Sahne mit Sahnesteif & Vanillinzucker steif schlagen und mit einem Spritzbeutel auf die untere Windbeutelhälfte spritzen. Nun einen Löffel Kirschfüllung und 3 Kirschen darauf geben und mit Schokostreuseln bestreuen, dann mit der oberen Windbeutelhälfte schließen. Wer möchte kann noch mit einem Klecks Sahne und einer Kirsche dekorieren, man kann aber auch nur mit Puderzucker bestreuen.

windbeutel_2windbeutel_3windbeutel_4

Wünsch Euch einen guten Start in die neue Woche!

Abwechslung muss sein: Apfel-Walnuss-Muffins

Adventszeit ist die Zeit von Lebkuchen und Plätzchen. Da nun am dritten Adventswochenende bei vielen aber bestimmt schon die verträgliche Dosis an Weihnachts-Gebäck erreicht wird und ich ja generell der totale Muffin-Junkie bin, dürfen sie bei mir auch jetzt in der Weihnachtszeit nicht fehlen. Es gibt zum Glück auch genug winterliche Varianten, wie etwa diese leckere Kombination mit Apfel und Walnuss.

apfel_walnuss_muffin Weiterlesen

Kulinarischer Countdown: vorweihnachtliches Früchtebrot

Eigentlich gibt es nun kein Entkommen mehr, überall öffnen die Weihnachtsmärkte ihre Pforten und damit macht sich nun Land auf und ab Weihnachtsstimmung breit. Da es aber selbst für mich als Weihnachts-Junkie für Plätzchen und Lebkuchen noch etwas zu früh ist, habe ich meine Geschmacksnerven heute mit einem leckeren Früchtebrot auf die nahende Adventszeit vorbereitet.

fruechtebrot_1 Weiterlesen

Schokoladige Resteverwertung: DIY Mon-Cheri-Brownies

„Die Sommerpause ist vorbei“, doch ehrlich gesagt, habe ich die Praline mit der Piemontkirsche in den letzten Monaten nicht vermisst. Das lag weniger an den warmen Temperaturen, sondern eher an meiner Abneigung gegenüber Mon Cheri (mal wieder so ein Kindheitstrauma). Aber unabhängig davon, ob sie einem nun wirklich schmeckt, hat doch fast jeder ein paar der Pralinen bei sich rumliegen. Meist irgendwann mal als Geschenk bekommen, bei mir sind es Überbleibsel der Osterbasteleien mit Ferrero. Zum Verschenken sind sie nun doch schon zu alt und Lebensmittel wegwerfen kommt für mich einfach nicht in Frage, daher habe ich die ungeliebte Schokolade nun einfach mal weiterverarbeitet und siehe da, nun kann ich fast nicht genug davon bekommen.

moncheri_brownies_1 Weiterlesen

O’zapft is: DIY Brezel-Snacks

Seit dem vergangenen Wochenende herrscht in München wieder Ausnahmezustand und auch sonst beginnt nicht nur in Deutschland die Oktoberfest-Zeit. Neben Bier, Lebkuchenherz, Dirndl und Lederhose gehört für viele die Brezel einfach dazu. Doch seit meinem Umzug nach Sachsen-Anhalt habe ich einfach kein gutes Laugengebäck mehr gefunden und schlage bei meinen Heimatbesuchen immer voll zu. Nun habe ich mich zum ersten Mal am Selberbacken versucht und bin überrascht, dass es doch gar nicht so kompliziert ist.

brezelhappen_1 Weiterlesen