Lauf Moni, lauf: Mein Sport-Ich feiert Jahrestag

Am 18. Januar 2015 ging es mit knallrotem Kopf und nach Luft ringend zum ersten Mal an die Saale. Ich hatte mich unter die Jogger gewagt, wobei von „joggen“ war ich damals noch sehr weit entfernt. 30 Minuten lang ging ich abwechselnd joggend/gehend an meine Konditionsgrenzen und hatte am Ende 3,3 km geschafft. Heute, genau ein Jahr später, dauert meine morgendliche Joggingrunde knapp 1 Stunde und ich schaffe dabei schon über 9km. Dazwischen liegt ein Jahr voller Qualen, Glücksgefühle, Schmerzen, Disziplin, Erfolge und Shoppingräusche.

Jahrestag_Sport_1

Ich weiß schon gar nicht mehr wie ich eigentlich damals auf die Idee gekommen bin zu joggen, denn eigentlich hasste ich mein Leben lang jedwede Fortbewegung schneller als Schrittgeschwindigkeit. Was war ich froh als die Cooper-Tests mit dem Abitur aufhörten, aber wie so oft beginnen so ohne Zwang die verrücktesten Dinge einem Spaß zu machen. Gerade die ersten Wochen waren mehr Qual als Spaß, aber ich machte langsam Fortschritte. Meine Jogging-Phasen wurden immer länger, entsprechend immer weniger musste ich zum Ausgleich gehend absolvieren. 2 Mal die Woche ging es an die Saale und zusätzlich dazu noch 1 Mal die Woche zu Aerobic X-Bo. Knapp 3 Monate hat es gedauert bis ich meine Runde, die inzwischen auf 3,7km gewachsen war, durchjoggte. So langsam war mein Ehrgeiz geweckt und ich meldete mich für die 5km Strecke beim Stadtlauf in Leipzig an. Meine Laufhäufigkeit stieg auf 3 Mal pro Woche an und zusätzlich besuchte ich mit Ganzkörperworkout noch einen zweiten Fitnesskurs.

Die Temperaturen stiegen und ich konnte meine Laufrunde kontinuierlich erweitern – alles schien so super bis irgendwann mein Knie Probleme machte. Typisch Hobbyläufer machte ich erstmal normal weiter, bis ich irgendwann nicht mal mehr die Treppen schmerzfrei herunter kam. Diagnose Läuferknie – mein Traum von der Finisher-Medaille schien zu platzen. Doch ich wollte nicht aufgeben, mehrmals täglich wurde gedehnt, gekühlt, gecremt und dazu noch getapt. In den Fitnesskursen kämpfe ich mich durch um meine Muskulatur zu verbessern und dann versuchte ich mich noch an der Wunderwaffe „Faszienrolle“. Irgendwie hatte es funktioniert und mit langen Spaziergängen bereitete ich mich auf den Trainingseinstieg vor, zusätzlich gab es eine neue Laufrunde ohne Brücken oder sonstige Anstiege/Abstiege.

Nach mehreren Wochen konnte ich wieder schmerzfrei laufen und selbst am heißesten Wochenende des Jahres war ich früh morgens unterwegs. Zwischenzeitlich hatte ich noch Freistarts für den Deutsche Post Ladies Run gewonnen und daher immer fest mein Ziel vor Augen: 5km unter 30 Minuten zu laufen. Meine beiden Fitnesskurse hatten inzwischen Sommerpause, da ging es nun 4 Mal die Woche zum Joggen. Mitte August fuhr ich ferienzeitbedingt alleine nach Leipzig zum Ladies Run, Mensch was war ich aufgeregt. Eigentlich war die Startzeit 15 Uhr viel zu spät für mich und die Nachmittagssonne erst recht mein Feind. Da ich mich viel zu spät an den Dixieklos angestellt hatte, musste ich von ganz hinten mit den Nordic Walkerinnen starten, das hatte aber auch seine Vorteile, denn so kam ich nicht in die Versuchung zu schnell zu beginnen und konnte im Laufe der 5km Runde nach und nach jede Menge anderer Läuferinnen überholen, das motiviert zusätzlich. Mit einer Nettozeit von 0:29:06 kam ich ins Ziel und hatte meine Mission somit erfolgreich beendet. 3 Wochen später stand dann der BMW und SportScheck Stadtlauf auf dem Programm, dieses Mal hatte ich Unterstützung durch meine Mitbewohner. Aufgrund der Blockeinteilung ging es deutlich flüssiger voran und ich kam mit 0:27:00 über die Ziellinie, konnte meine Zeit vom Ladies Run also nochmal verbessern. Nach diesen beiden tollen Läufen war ich hoch motiviert und hab mir für 2016 gleich das Ziel gesetzt die 10km zu laufen, am besten unter 1:00:00. Dementsprechend wird meine Laufrunde nun immer etwas größer.

Jetzt den Winter über heißt es durchhalten, es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Mit Thermo-Laufkleidung und meinen Winter-Trail-Laufschuhen macht die Runde durch die verschneite Landschaft selbst bei Minusgraden richtig Spaß. Seit neuestem versuche ich mich zusätzlich zu 3x Laufen und 2x Fitnesskurs auch am Heimtraining mit einer 8kg Kettlebell, so ein 20 Minuten-Workout hat es echt in sich und macht gleichzeitig super viel Spaß.

Falls ihr schon immer mit dem Gedanken gespielt habt, mit dem Joggen anzufangen, fangt einfach an! Wer weiß vlt. entwickelt ihr genauso eine Leidenschaft dafür wie ich 🙂 In dem Sinne wünsche ich euch einen sportlichen Start in die neue Woche!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s