Von wegen Pusteblume: DIY Löwenzahn-„Honig“ und Gelee

Spaziergänge mochte ich ja immer schon gerne, Spaziergänge um Fotos zu machen noch mehr, aber Spaziergänge um Fotos zu machen und die eine oder andere Pflanze einzusammeln, besser kann man das Wochenende eigentlich nicht nutzen. So kam es, dass ich in den letzten Wochen irgendwie zur Kräuterhexe geworden bin. Es gibt aber einfach auch viel zu viele tolle Rezepte, die ich ausprobieren möchte. Nur blöd, wenn einem die Natur dann einen Strich durch die Rechnung macht. Statt Bärlauch gab es nur jede Menge giftiger Maiglöckchen, statt Waldmeister irgendwelche Kletten und auch sonst leider nur eine kleine Ausbeute.

Löwenzahnhonig_1

Was aber an jeder Ecke geblüht hat, ist Löwenzahn. Daher habe ich fleißig die gelben Blüten gesammelt und sie zu Löwenzahnhonig und Gelee verarbeitet. Eigentlich ist es aber kein Honig, denn es sind kein Bienen an der Herstellung beteiligt, sondern vielmehr ein Löwenzahnsirup, bzw. Dicksaft. Die Zubereitung der beiden Sorten ist recht ähnlich, lediglich anderer Zucker wird verwendet und die Zubereitungsdauer ist unterschiedlich.

Zutaten:

  • Löwenzahnblüten (Je mehr, desto besser. Sollten schon so mind. 3-4 Hände voll sein)
  • 1L Wasser
  • 1 Kg Zucker bzw. entsprechend Gelierzucker
  • 1/2 Zitrone (am besten unbehandelt)
  • Einmachgläser (können auch gebrauchte Gläser sein)
  • evtl. Stoffreste
  • Etiketten

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Zunächst steht erstmal das große Zupfen an, denn für Honig und Gelee werden nur die gelben Blütenblätter verwendet, die grünen Teile der Blüten müssen daher weg. Je nach Menge an Löwenzahnblüten kann es schon eine Weile dauern und die Finger sind danach gelb. Anschließend mit einem Liter Wasser übergiesen und 2-3 Stunden stehen lassen. Dann kurz aufkochen lassen und am Besten über Nacht stehen lassen.

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Am nächsten Tag die Blütenblätter absieben und den Zucker bzw. Gelierzucker in die kalte Flüssigkeit einrühren. Etwas Schale der Zitrone abreiben und zusammen mit dem ausgepressten Zitronensaft dazu geben. Dann aufkochen, hier unterscheiden sich nun die beiden Varianten. Beim Gelee entsprechend der Packungsangabe kochen lassen, sind meist nur wenige Minuten. Beim Honig dauert es sehr viel länger, denn die Flüssigkeit muss langsam eindicken. Bei mir war es zu Beginn etwa 1,6l Flüssigkeit und diese habe ich über mehrere Stunden bei kleiner Stufe auf etwa 900ml einkochen lassen, dann war die gewünschte Konsistenz erreicht. Das noch heiße Gelee bzw. Honig in kleine Gläser füllen und gut verschließen. Als Geschenk bietet es sich an, gerade bei recycelten Gläsern, den Deckel mit einem Stoffrest zu verzieren und ein (Klebe)etikett anzubringen. Der Honig kann auch in leere Quetschtuben (Beispielsweise von Honig oder Kaffeesirup) gefüllt werden, dann ist die Dosierung später leichter.

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2 Gedanken zu “Von wegen Pusteblume: DIY Löwenzahn-„Honig“ und Gelee

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