Schaffa, schaffa, …

… Kässpätzle kocha!

Selbst hier im „Osten“ kann ich meine schwäbische Herkunft nicht verleugnen. Zwar habe ich mir meinen Dialekt in den letzten Jahren bis auf ein Minimum – wie etwa das so beliebte Relativpronomen „wo“ – weitgehend abgetrainiert, aber andere typisch schwäbische Attribute sind mir dann doch weiterhin geblieben. Ob ich mal ein Häusle bauen werde, das glaube ich zwar eher nicht, aber geizig bin ich durch und durch, fleißig eigentlich auch, wenn auch nicht immer für das richtige Ziel und auch wenn die klassische Kehrwoche bei uns hier durch den Hausmeisterservice entfällt, so bin ich dafür umso mehr in unserer WG der Putzteufel. Wenn da die Putz-Checkliste nicht sauber abgearbeitet wurde, dann streicht die Monikratie eben auch schon mal das Erledigt-Häkchen wieder durch.

Für mich als Vegetarierin bietet die schwäbische Küche ja nicht all zu viel Auswahl, dafür liebe ich die Kässpätzle umso mehr!

Kässpätzle_1 Kässpätzle_2

Zutaten (für etwa 5-6 Portionen):

  • 500g Mehl
  • 5 Eier
  • Mineralwasser
  • Salz
  • 500g Zwiebeln
  • Olivenöl
  • 200g geriebenen Käse
  • Schnittlauch
  • Kräutersalz

Ich beginne immer mit den Röstzwiebeln, da sie am meisten Zeit brauchen. Dazu die Zwiebeln schälen und je nach Wunsch in Würfel, Ringe, etc. schneiden. In einer Pfanne (wenn möglich ohne High-Tech Beschichtung) mit reichlich Olivenöl goldbraun anbraten. Dazu die Temperatur nicht zu hoch einstellen, da die Zwiebeln sonst schnell schwarz werden. Lieber bei kleiner Hitze langsam braun werden lassen, bis zum gewünschten Grad kann so aber schon mal schnell auch eine Stunde vergehen. In der Zwischenzeit mit dem Spätzleteig weitermachen. Dazu das Mehl, Eier und Salz in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät verkneten. Nach und nach Mineralwasser hinzugeben, bis ein schön glatter Teig entsteht. Die Konsistenz ist schwer zu beschreiben, es darf eben nicht zu flüssig und nicht zu fest sein. In einem großen Topf Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen. Ich verwende für meine Spätzleherstellung einen Spätzlehobel, das geht sehr einfach und die Spätzle sind fertig, wenn sie im Topf oben schwimmen. Mit einem Sieb die Spätzle aus dem Wasser fischen und abtropfen lassen. In einer Pfanne brate ich die Spätzle kurz an und gebe den geriebenen Käse dazu, umrühren bis dieser schön geschmolzen ist. Dann etwas Kräutersalz, die Röstzwiebeln und Schnittlauch hinzufügen und fertig ist der schwäbische Leckerbissen. Guten Appetit!

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2 Gedanken zu “Schaffa, schaffa, …

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