Der lange und pulverige Weg…

… zum Wunschgewicht.

Vorher_nachher_kleinDa ich vorletztes Wochenende bei meinen Eltern meinen alten Kleiderschrank nach potenziellen Artikeln für Kleiderkreisel (bzw. nach den Änderungen vlt. eher für Kleiderkorb) durchsucht habe, sind mir meine „XL“-Klamotten aus vergangenen Tagen wieder in die Hände gefallen. Da war ich aufs Neue überrascht wieviel ich doch während meines „Diät-Jahres 2012“ abgenommen hatte. Mein Almased-Experiment ist zwar schon etwas her, aber da ich immer wieder im Freundeskreis und Internet-Foren darauf angesprochen werde, möchte ich heute mal meine Erfahrungen mit euch teilen.

Grundsätzlich war ich immer etwas moppelig, zum Teil den Genen verschuldet und zum Teil einfach meiner Leidenschaft für leckeres und nicht immer gesundes Essen. Als Kind habe ich noch viel Sport gemacht (war lange Jahre im Schwimmverein), doch irgendwann hatte ich andere Interessen als 4-5x in der Woche zum Training zu gehen. Leider habe ich damals einfach weiter so viel gegessen und mir im Laufe der Zeit immer mehr Kilos angefuttert. Irgendwann kam dann der Frust, die ersten Diätversuche, die ersten Schwindelanfälle, der Jojo-Effekt und die Resignation, dass man sich den Stress doch auch hätte sparen können. So vergingen die Jahre und mein Gewicht schwankte zwar immer etwas, aber blieb doch immer so auf Kleidergröße 42-46 Niveau. Da mein damaliger Freund auch ein paar Kilos zu viel auf den Rippen hatte, störte mich mein Gewicht dann irgendwann nicht mehr so sehr – ich hatte meine weibliche Figur zwar nicht akzeptiert, aber mich damit zumindest etwas angefreundet.

Als sich nach den Weihnachtsfeiertagen im Jahr 2011 plötzlich 5 Kilo mehr auf der Waage zeigten, beschloss ich als guten Vorsatz für 2012 endlich etwas an meinem Gewicht zu ändern. So wurde die erste Dose Almased gekauft und los ging es. Ich muss sagen, dass ich mich nicht an die vorgegebenen Diätpläne gehalten habe, sondern von Beginn an lediglich 1 Mahlzeit (meist das Frühstück) durch den Shake ersetzt habe. Als Mittagessen blieben mir weiterhin Pasta, Reis, Kartoffeln und all meine Lieblingsgerichte erhalten, habe nur darauf geachtet nicht mehr ganz so viel Sahne und Käse zu verwenden. Zum Abendessen gab es immer eine leichte Suppe, Omelett oder Salat. Zusätzlich habe ich sehr viel Wasser getrunken und ich bin regelmäßig zum Unisport gegangen. Nach ein paar Dosen bin ich aus Kostengründen auf die günstigere Alternative von dm umgestiegen. So verging Woche um Woche und es zeigten sich erste Erfolge. An Ostern hatte ich bereits 9kg verloren. Daher beschloss ich die Shakes zu reduzieren und nur noch unter der Woche gab es den Frühstücksersatz, am Wochenende habe ich – auch zur Steigerung meiner gesellschaftlichen Aktivitäten – wieder normal gefrühstück. Die weiteren Monate verlor ich weiterhin an Gewicht, zwar nicht mehr so schnell wie zu Beginn aber trotzdem stetig. Die ersten Kleidungsstücke gingen nun auch nicht mehr als Oversize durch und ich belohnte mich mit den ersten neuen Stücken. Im Herbst, so etwa im September hatte ich bereits 15kg abgenommen und reduzierte die Shake-Anzahl erneut auf nur noch 2-3 Mal pro Woche. So ging es bis Weihnachten weiter und am Ende des Jahres waren dann fast 20kg weniger auf der Waage 🙂

Auch nach Ende des Jahres 2012 achte ich weiterhin auf meine Ernährung und zwischendurch drinke ich auch immer mal wieder einen Shake. Durch mein schrittweises Reduzieren der Shake-Anzahl konnte ich so meinen Körper wieder an normale Nahrung gewöhnen, bzw. habe ihn mit meiner Methode nie richtig entwöhnt. Da ich nie auf meine Lieblingsgerichte verzichten musste, hatte ich auch keine Fressattaken und bisher bleibt der große Jojo-Effekt aus. Lediglich während der Fußball-WM zeigten die vielen Caipis und das späte Essen einen kleinen Anstieg auf der Waage aber das hat sich nun wieder größtenteils von selber erledigt.

Es war wirklich ein großes Stück Arbeit und natürlich gehört auch viel Disziplin dazu, ein ganzes Jahr durchzuhalten, aber es hat sich für mich gelohnt! Klar schmecken wie Shakes nicht wie ein Stück Schokolade, aber es gibt genug Möglichkeiten den Geschmack bekömmlicher und angenehmer zu machen. Zwar musste ich eigentlich meine komplette Garderobe neu kaufen und meinem damaligen Freund hat mein „neuer“ Körper dann anscheinend nicht mehr gefallen, aber ich bin trotzdem glücklich, dass ich den Schritt gewagt habe und mir & meiner Gesundheit damit auf lange Sicht wahrscheinlich einige Beschwerden und Erkrankungen erspare.

Und auch wenn 20kg weniger nun sehr viel klingen, so ist es auf die 12 Monate verteilt für mich doch ein gesunder Gewichtsrückgang. Ich finde es echt schade und es macht mich traurig, dass mir von manchen Personen Esstörungen wie Magersucht oder Bulimie unterstellt wurden, da es anscheinend nicht möglich sei auf gesunde und normale Weise so viel Gewicht zu verlieren. Klar halte ich von den unrealistischen Diätversprechen mancher Pulver und Pillen nichts, trotzdem hat mir persönlich Almased (bzw. die Alternativen) geholfen. Wahrscheinlich hätte ich durch die Veränderungen (Ernährung, Sport, etc.) auch abgenommen, aber für mich war der Einsatz der Shakes anscheinend ein Impuls, den ich einfach gebraucht habe, da vorherige Diätversuche immer gescheitert waren.

Zu guter Letzt sei noch angemerkt, ich bin weder Arzt noch Ernährungswissenschaftler, das waren lediglich meine persönlichen Erfahrungen. Ich werde für diesen Artikel auch nicht bezahlt. Jedoch sollte jedem bewusst sein, dass ein Gewichtsverlust immer eine Umstellung und auch gewissen Stress für den Körper bedeutet und daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf. Falls ihr Fragen habt, meldet euch doch einfach per Kontaktformular oder hinterlasst einen Kommentar.

Ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen: Fühlt euch wohl in euren Körpern und falls euch doch etwas stört, versucht es auf gesunde Weise zu verändern 🙂

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2 Gedanken zu “Der lange und pulverige Weg…

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