Kneten bis die Tulpen…

… violett werden.

Heute möchte ich meine neueste FIMONI Kreation vorstellen und versuche dabei die Entstehung Schritt für Schritt mit Hilfe von Bildern zu erklären. Da Ostern nun Tag für Tag immer näher rückt, wurde es auch bei mir langsam Zeit mich um die kleinen Oster-Mitbringsel zu kümmern. Während es letztes Jahr mit Transparent-Fimo beklebte Teelichthalter sowie Hühner-Anhänger gab, sollen dieses Jahr kleine Fimo-Blumen meine Ostergeschenke bereichern. Den Anfang machen dabei heute violette Tulpen…

Zuerst ein kleiner Überblick über die verwendeten Materialien:

  • FIMO classic in den Farben weiß, violett und blattgrün
  • Acrylroller
  • scharfes Messer
  • Metallstifte

Fimo_Tulpen1Da ich für den Frühling etwas weniger kräftige Farben verwenden wollte, musste ich mir meine Farben zunächst selber mischen. Dies ist mit der FIMO Knetmasse überhaupt gar kein Problem und so lassen sich aus den im Handel erhältlichen Grundfarben unendlich viele eigene Farbkominationen ermischen. Für die Blüten habe ich dabei FIMO classic in den Farben weiß und violett zu gleichen Teilen gemischt. Wie auf dem Bild erkennbar, vermischen sich die beiden Farben durch ständiges kneten zum gewünschten helleren Farbton. Das Gleiche habe ich anschließend auch für das Blüteninnere gemacht, dabei allerdings 4 Teile weiß und nur 1 Teil violett um einen noch helleren Ton zu erzielen, sowie für den Blattansatz dann ebenfalls in gleichen Teilen die Farben weiß und blattgrün.

Fimo_Tulpen2

Die Hauptaufgabe bei der Tulpenherstellung bestand in der Modellierung der Blütencane, wofür ich 4 verschiedene Farben verwendet habe: weiß, blattgrün sowie die zwei selbst gemischten Farben aus jeweils gleichen Teilen weiß + Farbe. Mit Hilfe des Acrylrollers habe ich die 4 Farben bis auf etwa 1mm Dicke ausgerollt und anschließend in kleinere Blättchen geschnitten. Hierbei spielte es dieses Mal keine Rolle ob die Kanten etwas uneben und unregelmäßig, im Gegenteil dadurch entsteht in der späteren Blüte ein natürlicheres Bild. Falls kein Acrylroller zur Hand ist, kann man das Fimo auch mit einem Glas ausrollen oder das Knetmasse nur mit den Fingern platt drücken.

Fimo_Tulpen3Ich habe die Blättchen nun nochmal verkleinert und somit mit breiten Streifen gearbeitet. Violett und das hellere Grün waren dabei etwas breitete Steifen als das Weiß und das Blattgrün. Diese Streifen habe ich dann übereinander gelegt, wobei jeweils ein Teil des Streifens frei blieb, damit in der späteren Blüte ein gewisser Farbverlauf zu erkennen ist. Dies habe ich für alle Streifen wiederholt und es entstanden viele bunte Blättchen.

Fimo_Tulpen4Diese Blättchen wurden in der Folge nun alle übereinander gelegt und es entstand ein bunter Stapel, in dem weiterhin die einzelnen Farbschichten zu erkennen sind. Mit dem Acrylroller rollte ich erneut das Fimo etwas dünner, schneidete den so entstandenen Streifen in 4 Teile und stapelte diese wieder. So wurden die einzelnen Farbschichten dünner und es wirkt  schon filigraner.

Fimo_Tulpen5-6 Somit war der untere Teil der späteren Blütenblätter fertig, allerdings fehlte noch der obere Teil. Hierzu drückte ich einfach den Rest des dunkleren Violetts auf die Farbschichten und formte die Cane in den Händen damit eine schöne Blütenform entstand. Durch das Formen verzerren die Enden etwas, aber wenn man diese abschneidet, kann man das spätere Blütenblatt schon gut erkennen.

Fimo_Tulpen7Je nachdem wie groß die spätere Blüte werden soll, muss man nun die Cane evtl reduzieren. Ich habe dafür zunächst nur die Hälfte genommen und vorsichtig mit beiden Händen geformt. Damit keine runde Cane entsteht, immer wieder gezielt die violette Seite platt drücken. Dies solange fortführen bis die gewünschte Größe erreicht ist, meine Blütencane ist etwa 1,5 cm hoch.

Fimo_Tulpen8Jetzt fehlt nur noch das Innere der Tulpenblüte. Hierzu verwende ich Fimoreste, gerade bei komplizierteren Canes verzerren oft die Enden beim Verkleinern und man muss diese abschneiden. Diese Reststücke sind aber keinesfalls Abfall, denn man kann sie für Kugeln als Grundlage verwenden. Genauso mache ich es auch hier, denn die verzerrten Enden der Blütenblättercane kann ich hier sehr gut verwenden und spare mir somit „reines“ Fimo dafür verwenden zu müssen. In kleine Stücke geschnitten forme ich Kugeln daraus und ummantele diese mit dem gemischten helleren Violett. Dazu einfach ein kleines Stück davon platt drücken und um die Restekugel legen und dann in der Hand zu einer Perle formen.

Fimo_Tulpen9Nun kommt auch endlich der letzte Schritt in der Blütenherstellung. Hierzu schneide ich von der Blütencane mit einem scharfen Messer etwa 1mm dicke Scheiben ab. Pro Tulpe braucht man dafür 6 Stück. Die Scheiben drücke ich nun auf die hellere Kugel. Auf diese Kugel habe ich bereits meinen FIMONI-Stempel () gedrückt, man kann hier aber natürlich auch ein anderes Muster verwenden oder die Kugel einfach leer lassen. Die einzelnen Blütenblätter werden dabei immer etwas versetzt auf das vorherige Blatt gedrückt um eine schöne Blütenstruktur zu erhalten. Beim letzten Blütenblatt besteht die Schwierigkeit, da man es sowohl leicht über das vorherige Blatt als auch etwas unter das erste Blatt drücken muss.

Fimo_Tulpen11Die grünen Enden nun noch etwas andrücken, damit keine groben Übergänge entstehen, im violetten Teil der Blüte sollen die aber bleiben, damit die einzelnen Blütenblätter erkennbar sind. Die Spitzen der Blütenblätter kann man nun noch nach eigenem Geschmack etwas verändern, ich habe die leicht nach außen gedrückt, damit mein Logo besser zu sehen ist. Jetzt fehlt nur noch eine Möglichkeit um die Blüte später an die Geschenke, etc. binden zu können. Dazu verwende ich kurze Metallstifte, die nach dem Backen zu Ösen geformt werden können. Zudem kann ich dann auch noch kleine Perlen auffädeln um die Blüten abzurunden. Anstelle der Metallstifte ist es aber auch möglich einfach ein Loch durch die Kugel zu stechen um später Faden oder Nylonschnur durchfädeln zu können.

Jetzt müssen die Blüten nur noch im Backofen bei 110°C 30 Minuten gebacken werden damit das Fimo aushärtet und die Tulpen können dann für ihren jeweiligen Verwendungszweck vollendet werden. Ende gut, Tulpe gut…

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